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Ausbeutung der Welt durch die ſie erobernden Römer. Die Sclaverei wurde nicht nur im rechtlichen Sinne erhalten, ſon⸗ dern auf die Völker förmlich ausgedehnt.
Dazu kam das Princip der römiſchen Herrſchaft, welche den Typus der Verfaſſung der Mutterſtadt, ſo weit ihre Erobe⸗ rungen reichten, allen Gemeinweſen aufzwang, und dadurch jene Rührigkeit der Volksthümlichkeit und Individualität er⸗ tödtete, welche wirthſchaftlich ſo productiv wirkt.
Aus dieſer ganzen römiſchen Staatsauffaſſung mußte noth⸗ wendig die Verſäumung des national⸗ökonomiſchen Elements hervorgehen; die Wirthſchaft war den Römern faſt ausſchließ⸗ lich eine finanzielle.
Man leſe Dureau Delamalle's Economie politique des Ro-
mains, um auch auf dem wirthſchaftlichen Gebiete die eiſerne
Gediegenheit dieſer politiſchen Schöpfung auf den verſchroben⸗
ſten Grundlagen zu ſehen.
Erſt das Chriſtenthum erlöste die Menſchheit auch in ſtaat⸗ lich rechtlicher Beziehung, und hat dadurch den größten Einfluß auch auf die wirthſchaftlichen Zuſtände der Menſchheit geübt. Zwar ſollte man glauben, daß der von der Kirche erzogene Ascetismus der Wirthſchaft nicht zuträglich geweſen ſei; allein im Landbau und Gewerke war die Kirche bekanntlich die Lehrerin der rohen Zeit; ſie hat die großartigſten Werke hier durch⸗ geführt; und durch die Brechung des wilden Trotzes der Völker und durch die Verkündung des Gottesfriedens, durch ihren Einfluß auf das Privat⸗, Staats⸗ und Völkerrecht, auf das gerichtliche Verfahren und auf die Polizei ſittigend und ſichernd gewirkt. Es machte den Menſchen im Bürger geltend.
Dadurch heiligte es das Princip der ſubjectiven perſönlichen Freiheit, das ſeinen weltgeſchichtlichen Vertreter in dem germaniſchen Stamme fand. Allein dieſer Trieb der Subjectivität würde zur ſchädlichſten Vereinzelung geführt haben, wenn nicht die Kirche das Princip der Univerſalität gegenüber ver⸗ treten hätte, ſo daß die Kirche in ihrem Princip das rö⸗ miſche Element der Conſolidation und das germaniſche der Individualität lebendig vermittelte, und um ſo mehr
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