Teil eines Werkes 
2 (1841) Geschichte der politischen Ökonomie in Europa von dem Alterthume an bis auf unsere Tage. 2
Entstehung
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ſynchroniſtiſche Charakteriſtik der weſentlichen Züge ſeiner Wirthſchaft vorausgeſchickt werden, aus welcher ſich dann ganz natürlich chronologiſch die wirthſchaftlichen Thatſachen ent⸗ wickeln.

Nur ſo wird es möglich, eine nach den Forderungen der Geſchichtswiſſenſchaft angelegte allgemeiue Geſchichte der poli⸗ tiſchen Oekonomie aller Zeiten und Völker zu gewinnen. Dieſe muß ihre letzten Grundſätze der Wiſſenſchaft der allgemeinen Geſchichte entnehmen. Dieſe findet aber in der Geſchichte der Menſchheit eine providentiale Leitung, unter welcher ſich die Menſchheit in freier That bewegt und ihre Beſtimmung voll⸗ zieht. In die der Menſchheit geſetzte Aufgabe theilen ſich in organiſcher Abfolge Völker und Zeitalter, jedes auf eigener ihm angewieſenen Stätte der wieder geſetzlich abgetheilten Erde. Ergreift dieſe Aufgabe die geſammte Cultur, ſo ergreift ſie nothwendig auch die darin enthaltene wirthſchaftliche: ſo beſteht nun allerdings eine Weltwirthſchaft, aber keine abſtracte, ſondern eine alle individuellen Volkswirthſchaften als lebendig einge⸗ gliederte Inſtanzen enthaltende. Von dieſem Standpunkt muß ſich eine hiſtoriſche Reaction gegen den wirthſchaftlichen Ratio⸗ nalismus unſerer Zeit erheben, welcher dieſes Gebiet eben ſo reinigen wird, wie die Rechts⸗ und Staatslehre ſich jeden Tag mehr von dem verheerenden Rationalismus ablöst und läutert. Nur auf dem Wege einer innern Geſchichte der Wirthſchaft in Lehre und Uebung kann ſich eine organiſche Wirthſchaftswiſſen⸗ ſchaft geſtalten, welche das ſpeculative und hiſtoriſche Element lebendig vermittelt.

Für die Entſtehung dieſer organiſchen Wiſſenſchaft der poli⸗ tiſchen Oekonomie muß aber die Geſchichte inſofern begründend wirken, als ſie allein im Stande iſt, die einzelnen Inſtanzen und Glieder nach Nationen und Zeitaltern darzuſtellen, und das lebendige Band zu zeigen, welches dir einzelnen Zuſtände der Wirthſchaft in ihrer Abfolge durchzieht. So nur zeigt ſich die Beruflichkeit eines jeden Volkes, ſein Empfang der Cultur von ſeinen Vorgängern, ſeine Ueberlieferung derſelben an die Nachkommen;denn jedes Geſchlecht der Menſchen, ſagt

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