Teil eines Werkes 
1 (1840) Geschichte der politischen Ökonomie in Europa von dem Alterthume an bis auf unsere Tage. 1
Entstehung
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unentſchieden bleiben, weil ſie nicht betrieben werden, ſo iſt es nothwendig, hier eine Perſon aufzuſtellen, welche Einſicht hat, und welche ſich allein der Unterſtützung und der Erleichterung der Handelsleute widmen kann.

Bei einem andern Anlaſſe ſchrieb er an den Hrn. von Pom⸗ pone, Botſchafter in Holland:Der Handel der ganzen Welt wird ungefähr auf 20,000 Schiffen getrieben. Nach der natür⸗ lichen Ordnung ſollte jede Nation im Verhältniß zu ihrer Macht, der Zahl ihrer Bevölkerung und ihren Seeküſten ihren Antheil daran haben; die Holländer haben von dieſer Zahl 15 oder 16 Tau⸗ ſende, und die Franzoſen vielleicht kaum fünf oder ſechs hundert. Der König wendet Mittel aller Art an, von welchen er glaubt, daß ſie nützlich ſein werden, um ſich ein wenig mehr der natür⸗ lichen Zahl zu nähern, welche ſeine Unterthanen davon haben ſollten. Und um dahin zu gelangen, bewilligte Colbert Prä⸗ mien für die Schifffahrt in der Oſtſee und für die Fiſcherei in den fernen Meeren; er hob das Fremdlingsrecht in Marſeille auf, um dorthin die Ausländer zu ziehen, und bald ſah man reiche Häuſer aus der Levante in dieſer Stadt ſich niederlaſſen, wo ſie eine große Menge Schiffe bauten. Zu gleicher Zeit erklärte das Edict von dem Monat Auguſt 1669 den Seehandel mit dem Adel verträglich, und geſtattete jedem Edelmann, ſich un⸗ mittelbar oder mittelbar dabei zu betheiligen, ohne ſeinem Stande etwas zu vergeben. Die Errichtung der Niederlagen diente als Erſatz für die Strenge des Zollweſens; er fügte die Möglich⸗ keit des Tranſits durch ganz Frankreich für die ausländiſchen Waaren hinzu. Seine Aufmerkſamkeit beſtreckte ſich bis auf die geringſten Einzelnheiten der Erhaltung und Reinlichkeit. Hüten Sie ſich ſehr, ſchrieb er an Hrn. von Sonzy, Etwas zu thun, was den Verkehr ſtören oder mindern könnte. Sie haben recht gethan, den Commis des Bureau's von Mor⸗ tagne verhaften zu laſſen, welcher die Fahrt der Kohlenſchiffe aufgehalten hat; es iſt von großem Belang, daß die Handels⸗ leute unter gar keinem Vorwand gedrückt werden. Entſcheiden Sie nie etwas, ohne ſie gehört zu haben. Laſſen Sie ſich eher ein wenig von ihnen bethören, als daß Sie den