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hätte zu ganz entgegengeſetzten Ergebniſſen geführt, als jene waren, welche Colbert davon erwartete, wenn ſeine aufgeklärte Sorgfalt nicht durch andere Maaßregeln das gemäßigt hätte, was ſie Grauſames hatte. So ernannte er Aufſeher der Ma⸗ nufacturen, welche oft die Gewerktreibenden auf den beſten Weg leiteten, und welche ihnen die Kenntniß der neueſten Verfah⸗ rungsweiſen mittheilten, die oft mit großen Koſten den aus⸗ ländiſchen Fabricanten abgekauft oder ihnen abgeliſtet worden waren. Colbert war weit davon entfernt, den Zolltarifen die Idee eines ausſchließlichen und blinden Schutzes beizulegen, welchen man ſeit ſeinem Miniſterium ihnen unabläſſig beigelegt hat. Er wußte ſehr wohl, daß dieſe Tarife Repreſſalien er⸗ zeugen, und bedeutende Beſchränkungen dem Handel bringen würden, ſo ſehr ſie immer auch die Manufacturen ermuntern möchten. Auch gingen alle ſeine Bemühungen dahin, ihre ver⸗
derblichen Wirkungen zu mildern. Seine Inſtructionen an die
Conſuln und Geſandten zeugen lebhaft von ſeinen Vorurtheilen in dieſer Hinſicht. Er empfahl ihnen, alle Schwierigkeiten zu ebnen, welche unſere Handelsleute im Ausland finden könnten, und ihren Vorrechten mit der äußerſten Kraft Achtung zu ver⸗ ſchaffen. Man kann nicht ohne Bewunderung die Depeſchen leſen, welche er an den Hrn. v. Béziers, den franzöſiſchen Bot⸗ ſchafter in Madrid, ergehen ließ:„Im Fall die Unterthanen des Königs, ſagte er, einige Mishandlungen von Seiten der Statt⸗ halter oder anderer Beamten Sr. katholiſchen Majeſtät erfah⸗ ren, ſei es an ihren Perſonen, oder ihren Schiffen oder Waa⸗ ren, ſo werden Sie dem Rathe Spaniens eröffnen, daß Seine Majeſtät nicht geſonnen iſt, zu dulden, daß ſeine Unterthanen auf irgend eine Weiſe gefährdet werden, und daß man die bis jetzt angenommene Gewohnheit werdeablegen machen, ihnen keine Gerechtigkeit widerfahren zu laſſen.“ Wir ſind gegenwärtig weit von dieſen Kühnheiten entfernt.„Ich bitte Sie, ſetzte er hinzu, zu unterſuchen, ob Nichts geſchehen könnte, was den Handelsleuten angenehm wäre, um ihren Handel zu erleichtern oder zu heben. Da die Ange— legenheiten, welche ſie in Spanien haben, gewöhnlich lange
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