Teil eines Werkes 
1 (1840) Geschichte der politischen Ökonomie in Europa von dem Alterthume an bis auf unsere Tage. 1
Entstehung
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fertigen, welchen ich mir von Seiten einiger anſpruchvollen Köpfe zugezogen zu haben fürchte. Ich hatte zwei Wege zu wäh⸗ len: ich konnte die gewohnte Bahn verfolgen, die Vorreden von J. B. Say, des Herrn v. Sismondi, des Herrn Macculloch über den Gang der politiſchen Oekonomie ſeit Quesnay ent⸗ wickeln, wozu ich noch einige Worte voll Höflichkeit für die frü⸗ heren Jahrhunderte fügen mochte; oder aber ich mußte die Sachen höher greifen, und die politiſche Oekonomie mit der allgemeinen Geſchichte verbinden, indem ich ihren wechſelſei⸗ tigen Einfluß ſeit den Tagen des Alterthums bis zur Gegenwart herab hervorhob.

Der Leſer wird beurtheilen, ob dieſer letztere Weg, den ich eingeſchlagen habe, der beſſere geweſen iſt. Indem ich mich auf

dieſen Standpunkt ſtellte, war ich entbunden, mich in die Er⸗

örterungen von Lehren, in die Controverſe und folglich in un⸗ endbare Langwierigkeiten zu werfen. Ich durchlief die Geſchichte in einem Athem, indem ich bloß bei den Epochen von großem Einfluſſe auf den Fortſchritt der Reichthümer und der Civi⸗ liſation ſtehen blieb. Ich zeigte die Arbeit, wie ſie immer eine Zufluchtſtätte fand, ſey es in dem einen oder andern Lande, und überall den Reichthum als Gehilfen zur Freiheit vorbereitete. Ich verſuchte endlich, die Gegenwart an die Vergangenheit an⸗ zuknüpfen, anſtatt die Wiſſenſchaft als einen Baſtard, ausge⸗ ſchlüpft im Hauch des 18ten Jahrhunderts, prolem sine matre creatam zu behandeln. Ich wollte Ahnen für dieſe ſchöne Wiſſenſchaft, welche ſich mit dem Glück der Menſchheit beſchäf⸗ tigt, und welche die Mittel unter Verſchluß hält, ihr die mit den Schwächen unſerer Natur und den Forderungen unſeres geſell⸗ ſchaftlichen Zuſtandes verträgliche Doſis deſſelben zu verſchaffen. Bei dem Anblick, mit welcher Langſamkeit die Reformen eintre⸗ ten, und würdigend nach ihrem wahren Werth die Hinderniſſe, welche ſie gefunden haben, werden die hitzigſten Reformer un⸗ ſerer Epoche lernen, ihre Geduld mäßigen und von der Zeit, in welcher wir leben, nur ihren Theil der Mitwirkung zu der Be⸗ wegung fordern, welche uns dahin führt,