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hindurch fortgepflanzt, unter verſchiedenen Formen, bisweilen gemildert durch den Fortſchritt der menſchlichen Vernünft, aber immer lebenskräftig im Grund und überall aufrecht er⸗
halten bald mit Frechheit, bald mit Gleisnerei. Hier iſt es die Geiſtlichkeit, welche ſich aller Güter bemächtigt, und welche ſich herabläßt, der geplünderten Menſchheit ein Almoſen zu rei⸗
chen, indem ſie Jeden mit dem Bann bedroht, welcher es wagen würde, die Ruhe des Gotteshauſes zu ſtören. Ferner gehört der Zehnten den Grundherren, weil ſie Grundherren ſind, und weil es keine Grundherren ohne Zehnten gibt. Die Bauern werden noch jetzt in Rußland wie Ackergeräthe verkauft, und die engliſche Ariſtokratie verſchachert an die armen Iren ei⸗ nige Halme Stroh und einige Erdäpfel, welche ſie mit dem
Vieh theilen.
Es iſt ſonach nicht ſo weit, als man glaubt, von der grau⸗ ſamen, unerſättlichen, unerbittlichen griechiſchen und römiſchen politiſchen Oekonomie bis zu der Staatshaushaltung mehr als
eines Landes in Europa. In unſerem ſchönen Frankreich, ſo
reich an Rebengelände und Saatfeld, eſſen mehre Millionen Menſchen kein Brod und trinken nur Waſſer.
Das Salz ſchwillt unter ihren Füßen, aber die Auflage laſtet auf ihren Häuptern, und der Salzzöllner, der verhaßte gabelleur des Mittelalters, hat nur den Namen und die Kleidung gewechſelt. Wenn man eine neue Pflanze entdeckt, z. B. den Ta⸗
bak, ſo wird das Geſetz ihren Anbau verbieten. Hier iſt der Fall,
mit Rouſſeau auszurufen: alles iſt gut, wenn es aus den Händen
des Schöpfers tritt; alles entartet unter den Händen des Menſchen.
Dieſe armen Mädchen von Lyon, deren Feeenfinger den Atlas und die Popeline weben, haben keine Hemde; die Canuts, welche mit ihren prachtvollen Tapeten unſere Paläſte und Tempel zieren, haben oft keine Holzſchuhe.
Nein, das iſt noch nicht das letzte Wort der Vorſehung; denn von jenen, welche ehemals keuchend an die Scholle gefeſſelt wor⸗ den wären, leben gegenwärtig mehre im Schooße des Ueber⸗ fluſſes, und dieſe Zahl wächſt täglich. Es gibt kein wichtiges


