Teil eines Werkes 
1 (1840) Geschichte der politischen Ökonomie in Europa von dem Alterthume an bis auf unsere Tage. 1
Entstehung
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Ich habe dieſe großen Ereigniſſe Schritt fuͤr Schritt ver⸗ folgt, und es hat mir geſchienen, daß die politiſche Oeko⸗ nomie der Alten keine andern Anſprüche hatte, als die der Neuern. In allen Revolutionen ſtanden ſich ſtets nur zwei Parteien gegenüber: die der Leute, welche von ihrer eigenen Arbeit, und die der Leute, welche von fremder Arbeit leben wollen. Man beſtreitet ſich die Gewalt und die Ehren nur, um ſich in jener Region der Seligkeit zu betten, wo die be⸗ ſiegte Partei die Sieger nie ruhig ſchlafen läßt. Patri⸗ cier und Plebejer, Sklaven und Freigelaſſene, Welfen und Ghibellinen, rothe und weiße Roſen, Ritter und Rundköpfe, Liberale und Servile ſind nur Varietäten der nämlichen Art. Es iſt immer die Frage des Wohlſeyns, welche ſie trennt, wobei Jeder, wenn ich einen ge⸗ meinen Ausdruck brauchen darf, die Decke an ſich reißen will, auf die Gefahr hin, ſeinen Nachbar bloß zu legen. So entreißt man in einem Lande durch die Auflage dem Arbeiter unter dem Vorwande des Staatswohls die Frucht ſeines Schweißes; in einem andern durch die Privilegien, indem man die Arbeit als einen Gegenſtand königlicher Vergabung erklärt, und das Recht ſich ihr zu widmen, ſich theuer bezahlen läßt. Der nämliche Mißbrauch erſcheint wieder unter Formen, die indirecter aber nicht weniger drückend ſind, wenn vermittelſt der Mauthen der Staat mit den privilegirten Gewerbszweigen die Erträgniſſe der Steuern theilt, welche auf allen jenen ruhen, die es nicht ſind.

Betrachtet die Römer in ihren eroberten Ländern und die Spanier in ihren amerikaniſchen Colonien; nach einer Zwiſchen⸗ zeit von mehr als tauſend Jahren findet ihr die nämliche Ver⸗ achtung des menſchlichen Lebens, die nämlichen verabſcheuungs⸗ würdigen Paradoxen über die Nothwendigkeit für die Einen, von den Andern ſich ausbeuten zu laſſen. Dies iſt noch etwas Be⸗ trübenderes, als das, was unter den Thieren vorgeht, deren gefräßige Arten von den aufgefreſſenen Arten leben, ohne we⸗ nigſtens ihre Gefräßigkeit zu einem Syſtem zu erheben und weil ſie einmal nicht anders können. Alle dieſe ſchauder⸗ haften ſocialen Ungerechtigkeiten haben ſich durch Zeitalter

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