Teil eines Werkes 
1 (1840) Geschichte der politischen Ökonomie in Europa von dem Alterthume an bis auf unsere Tage. 1
Entstehung
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Ich hatte bald Arme zu Rom und zu Athen gefunden, wie es deren zu Paris und London gibt; und ich muß geſtehen, daß die Privilegien, die Auflagen, die fiscaliſchen Bedrückungen bei den Alten nicht ſeltener waren, als in unſeren Tagen. Damals wie jetzt war der geringſte Lichtblick des Friedens und der Freiheit von einer Fülle des Reichthums und des Wohlſtands begleitet; die nämlichen Urſachen endlich erzeugten die nämlichen Wirkun⸗ gen, trotz des Unterſchieds der Sitten und der Inſtitutionen. Die Noth der Völker macht ſich immer kennbar durch die Un⸗ gleichheit der Laſten, durch die fehlerhafte Vertheilung der Ge⸗ winnſte der Arbeit und durch die Vorherrſchaft einiger Kaſten, welche ſcharfſichtig genug ſind, die Mißbräuche unter den Schutz des Geſetzes zu ſtellen. Aber die Welt iſt nicht immer gleichgiltig geblieben bei dieſen ſocialen Drangſalen, und mehr als ein Mal ſind hochherzige Proteſtationen im Lauf der Jahrhunderte zu Gunſten der ver⸗ kannten Rechte der Menſchheit hervorgetreten. Einige edle Herrſcher ſind dieſen Bemühungen beigetreten, die bald mit Be⸗ harrlichkeit fortgeführt, bald durch das Unglück der Zeiten unter⸗ brochen wurden. Es hat folglich eine politiſche Oekonomie bei den Alten, wie bei den Neuern gegeben, keine ſyſtematiſche und formulirte politiſche Oekonomie, wohl aber, wie ſie aus den Staatshandlungen hervortritt und geübt ward, ehe ſie nieder⸗ geſchrieben wurde. Das war übrigens der Gang aller Wiſſen⸗ ſchaften vom Beginn der Staatsgeſellſchaften an. Die zuerſt Erſchienenen entwerfen, handeln, führen aus; die zuletzt Ein⸗ getretenen raiſonniren, ergänzen und beſſern das Werk ihrer Vorgänger. Um die Arbeiten der Staatswirthſchaftsgelehrten der neueren Zeit richtig zu würdigen, mußte man daher die Haupterſcheinungen der ſocialen Bewegung kennen lernen, welche von dem Alterthum die Revolutionen hindurch fortgeht, und welche in ihrem Gang eben ſo viele glorreiche Aufſchwünge als dramatiſche Entwickelungen darſtellt. Dieſe Bewegung habe ich in dem Werk darzuſtellen geſucht, welches ich der Leſewelt vorlege. Die großen Staaten des Alter⸗ thums und die des Mittelalters ſind nicht ohne Gründe gefallen;

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