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Einleitung.
Es iſt vielleicht nicht unnütz, hier den Grund anzugeben, welcher mich beſtimmt hat, dieſes Werk zu unternehmen.
Vor ungefähr zwölf Jahren auf den Lehrſtuhl der Geſchichte und der politiſchen Oekonomie an der Specialſchule des Handels berufen, welche ich noch gegenwärtig leite, gewahrte ich als⸗ bald, daß zwiſchen dieſen beiden Wiſſenſchaften ſo innige Be⸗ ziehungen beſtanden, daß man keine ohne die andere erforſchen,
ſie nicht beſonders ergründen konnte. Sie unterſtützen ſich jeden Augenblick: die erſtere liefert die Thatſachen, die zweite erklärt die Urſachen derſelben, und entwickelt ihre Folgen. In dem Maaße, wie ich in der Darſtellung der Lehren fortſchritt, man⸗ gelten mir die Beiſpiele, und die Erforſchung der Ereigniſſe blieb ihrerſeits unvollſtändig, ſo lange die politiſche Oekonomie nicht begann, ſie aufzuklären. Nach und nach begegnete ich, in⸗ dem ich die Arbeiten meiner beiden Lehrcurſe einander annäherte, und ſie durch einander verſtärkte, einer Menge von Vorurtheilen, welche für anerkannte Wahrheiten galten, ſogar in den Augen der unterrichtetſten und am weiteſten vorangeſchrittenen Männer. So ließen die Verfaſſer aller Syſteme der politiſchen Oekonomie ohne Ausnahme die Wiſſenſchaft nicht über die erſten Verſuche von Quesnay und Turgot zurückgehen, gerade als wenn nie vor den Werken eice beruͤhmten Männer irgend eine ſyſte⸗ matiſche Schrift die Aufmerkſamkeit der Gelehrten und der Staatsmänner auf die Erſcheinungen der Erzeugung der Reich⸗ thümer bezogen hätte.
Ich bemühte mich von der Zeit an, mit Sorgfalt in den Ge⸗ ſchichtſchreibern aller Zeitalter die anziehendſten Thatſachen für das Studium der ökonomiſchen und ſocialen Fragen aufzuſuchen.
Blanqui, Geſchichte d. polit. Oekonomie. 1. Ad. 1


