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iſt noch jederzeit, ſo weit die Geſchichte reicht, auch die Kultur und mit dieſer der Luxus geſtiegen. Man ſehe nur einmal um ſich, und man wird ſelbſt unter den un⸗ terſten Klaſſen eine beſſere Bekleidung finden als ſie noch vor wenigen Jahrzehenden war. Welch' eine Menge Kleider von roher Leinwand haben jetzt tuchenen Platz gemacht. Aus dieſem Geſichtspunkte betrachtet, kann ſich in Rußland die Schaßzucht nicht ſchnell genug ver⸗ mehren, um fortwährend das erwachende Bedürfniß zu befriedigen. Die reißend fortſchreitende Kultur in dieſem Reiche ſteigert den Luxus in gleichem Grade, und wir haben von dorther wohl wenig Rivalität für den übrigen europäiſchen Wollmarkt zu fürchten. Ja! ich möchte ſo⸗ gar behaupten, daß das übrige Europa in dieſer Waare noch eine geraume Zeit eher einen Activ⸗ als Paſſivhan⸗ del nach jenem Reiche treiben werde.
Jene ſteigende Kultur und der damit verbundene Luxus aber wird die Nachfrage nach einem edlen Producte ſtets vermehren. Ich habe ſchon bewieſen, daß dies nicht ſogleich da ſey, und daß die Länder, bei denen die Schaf⸗ zucht noch in der Kindheit iſt, lange zu thun haben, ehe ſie dasſelbe erzeugen. Darum iſt für Deutſchland noch ein fruchtbares Feld offen. Seine hochveredelte Schaf⸗ zucht wird noch lange reiche Früchte tragen. Iſt auch deren Vermehrung vielleicht ſchon auf einem Puncte, wo es nicht gerade räthlich ſeyn dürfte, ſie im Allgemeinen noch zu ſteigern: ſo wird ihm der jetzige Beſtand, wenn er im Adel ſo fort zunimmt, wie er dies früher gethan hat, noch lange die ausgiebigſte Rente tragen.— Da⸗
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