Teil eines Werkes 
2: Uibersicht der europäischen veredelten Schafzucht. 2
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ückten Aum⸗ wenn man Thiere ſich jſeln. Den ürner, wenn ie behandelt

uigkeit voll⸗ iſtet zu füh⸗ den Schaf⸗ ſcherheit für nn er auch edlen Fort⸗ zieden höch⸗

dergleichen Veredlung dabei leicht nt machen. am die Na⸗ wankungen gewonnen, tenen Bahn Weiſe an'

Nenſchen die ß beſonders hten Eigen⸗ forterben.

15

Man darf nur eine Heerde genau durchſehen, ſo wird man faſt mit Gewißheit beſtimmen können, welche Fehler die Zuchtthiere, beſonders aber die männlichen, gehabt ha⸗ ben. So erbt z. B. ein Widder, der über dem Nacken ſehr rauhe Wolle hat, dieſe Eigenſchaft in auffallender Weiſe auf ſeine Nachkömmlinge fort, desgleichen, wenn er auf dem Widerriſt(Vorderbug) zwirnige, oder an der Keule(Lende) grobe und haarige Wolle hat. Was aber die Sache noch ſchlimmer macht, das iſt das, daß dieſe Fehler faſt jederzeit bei den Nachkommen in höherm Grade da ſind, als bei den Eltern. Die tadelhaften Stellen des Vließes nehmen in dem Grade zu, daß, wenn man im⸗ mer dergleichen mangelhafte Zuchtthiere bei der Züchtung fortbraucht, der Fehler nach einigen Generationen das ganze Vließ einnimmt. Gibt es auch unter der Menge der Nachkommen einzelne Thiere, die in der erſten Ge⸗ neration den Fehler noch nicht geerbt zu haben ſcheinen: ſo verdanken ſie dies gewöhnlich ihrer fehlerfreien Mutter. Pflanzen ſich aber ſolche Ausnahmen ferner mit tadelhaf⸗ ten Individuen fort, ſo nimmt ihre Nachkommenſchaft den Fehler auch an, und er nimmt dann in dem Grade zu, wie bei den übrigen.

Nach dieſen durch Erfahrung beſtätigten Thatſachen leuchtet es recht deutlich ein, welchen hohen Werth ganz tadelloſe, durch mehrere Generationen mit Intelligenz und Strenge gezüchtete Thiere, beſonders Widder, haben. Man kann unbedingt annehmen, daß alle deren Nachkömm⸗ linge ein Drittel mehr werth ſind, als die von ſolchen, denen man Ausſtellungen machen kann. Berechnet man ſich dies