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Die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Agricultur und Physiologie / von Justus Liebig
Entstehung
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Gift, Contagien, Miasmen. thätigkeit, ſo gelingt es zuletzt, die freie chemiſche Action zu

überwältigen, d. h. die Krankheit zu heben.

Die Verwandlung der Stärke in Zucker kann ebenfalls durch reinen Kleber, ſie kann bewirkt werden durch verdünnte Mineralſäuren.

Ueberall ſieht man, daß in complexen organiſchen Atomen die mannigfaltigſten Umſetzungen, Zuſammenſetzungs⸗ und Ei⸗ genſchafts⸗Aenderungen durch alle Urſachen, welche eine Stö⸗ rung in der Anziehung ihrer Elemente veranlaſſen, bewirkt wer⸗ den können.

Bringen wir feuchtes Kupfer in Luft, welche Kohlenſäure enthält, ſo wird durch den Contact mit dieſer Säure die Ver⸗ wandtſchaft des Metalls zu dem Sauerſtoff der Luft in dem Grade geſteigert, daß ſich beide mit einander verbinden, ſeine Oberfläche bedeckt ſich mit grünem kohlenſauren Kupferorid. Zwei Körper, welche die Fähigkeit haben, ſich zu verbinden, nehmen aber entgegengeſetzte Electricitäts⸗Zuſtände an, in dem Moment, wo ſie ſich berühren.

Berühren wir das Kupfer mit Eiſen, ſo wird durch Er⸗ regung eines beſondern Clectricitäts⸗Zuſtandes die Fähigkeit des Kupfers vernichtet, eine Verbindung mit dem Sauerſtoff einzugehen; es bleibt unter gleichen Bedingungen blank.

Setzen wir ameiſenſaures Ammoniak einer Temperatur von 1800 aus, ſo wird die Stärke und Richtung der chemiſchen Anziehungen der Beſtandtheile dieſer Verbindung geändert, es werden die Bedingungen geändert, unter welchen Ameiſenſäure und Ammoniak die Fähigkeit erhielten, zu einem Körper mit den beſonderen Eigenſchaften zuſammen zu treten, welche das ameiſenſaure Ammoniak charakteriſiren; ſeine Elemente ordnen ſich bei 1800 in Folge der Störung durch die Wärme auf eine neue Weiſe, es entſteht Waſſer mit Blauſäure.

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