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Gift, Contagien, Miasmen.
der Bildung von neuen Producten iſt; ſeine Wirkung iſt der des Labs auf Zucker in dieſer Beziehung außerordentlich ähnlich.
Das Gerſtenmalz, gekeimte Samen von Getreidearten überhaupt enthalten eine während des Keimungsproceſſes aus dem Kleber gebildete Subſtanz, die Diaſtaſe, welche mit Amylon und Waſſer bei einer gewiſſen Temperatur, ohne eine Aenderung in dem Amylon zu bewirken, nicht zuſammengebracht werden kann.
Streuet man gemahlenes Gerſtenmalz auf warmen Stärke⸗ kleiſter, ſo wird er nach einigen Minuten flüſſig wie Waſſer; die Flüſſigkeit enthält jetzt eine dem Gummi in vielen Eigen⸗ ſchaften ähnliche Subſtanz; bei etwas mehr Malz und länger dauernder Erhitzung nimmt die Flüſſigkeit einen ſüßen Ge⸗ ſchmack an, alle Stärke findet ſich in Traubenzucker verwandelt.
Mit der Metamorphoſe der Stärke haben ſich aber die Beſtandtheile der Diaſtaſe ebenfalls zu neuen Verbindungen umgeſetzt.
Die Verwandlung aller ſtärkemehlhaltigen Nahrungsmittel in Traubenzucker, welche in der zuckerigen Harnruhr(Diabeles mellitus) vor ſich geht, ſetzt das Vorhandenſein einer Materie, eines Beſtandtheils oder der Beſtandtheile eines Organs vor⸗ aus, die ſich im Zuſtande einer chemiſchen Action befinden, im Zuſtande einer Thätigkeit, der die Lebenskraft im kranken Organ keinen Widerſtand entgegenſetzt. Die Beſtandtheile des Organs müſſen gleichzeitig mit dem Stärkemehl eine fortdauernde Aenderung erleiden, je mehr wir von dem letztern zuführen, deſto ſtärker und intenſiver wird die Krankheit; füh⸗ ren wir ausſchließlich nur ſolche Nahrungsſtoffe zu, welche
durch die nemliche Urſache keine Metamorphoſe erleiden, ſtei⸗ gern wir durch Reizmittel und kräftige Speiſen die Lebens⸗


