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Die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Agricultur und Physiologie / von Justus Liebig
Entstehung
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Gift, Contagien, Miasmen. 337

ſo wird er ſich im Blute wiedererzeugen, ähnlich, wie ſich Hefe in Bierwürze reproducirt, ſein Zuſtand der Metamor⸗ phoſe wird ſich auf den einen Beſtandtheil des Blutes über⸗ tragen, und in Folge der Metamorphoſe, die dieſer erleidet, wird aus einem andern Beſtandtheile des Blutes ein dem Erreger gleicher oder ähnlicher Körper gebildet werden können, deſſen Maſſe beſtändig zunehmen muß, wenn die weitere Me⸗ tamorphoſe des neuerzeugten Erregers langſamer erfolgt, als die Verbindung im Blute, die er zur Zerſetzung bringt.

Ginge z. B. die Metamorphoſe der wiedererzeugten Hefe in der Gährung der Bierwürze mit eben der Schnelligkeit vor ſich, wie die der Zuckertheilchen, ſo würden, nach Vollendung aller Gährung, beide mit und neben einander verſchwinden, die der Hefe bedarf aber einer weit längern Zeit, es bleibt davon, wenn aller Zucker verſchwunden iſt, eine weit größere Menge wie zuvor in unaufhörlich weiter fortſchreitender Metamorphoſe, d. h. mit ihrer ganzen Wirkungsweiſe, zurück.

Die Zerſetzung, in der ſich ein Bluttheilchen befindet, theilt ſich einem zweiten und folgenden, zuletzt allen im ganzen Kör⸗ per, ſie theilt ſich einem geſunden Bluttheilchen eines zweiten, dritten Individuums ꝛc. mit, d. h. ſie veranlaßt in dieſen die Entſtehung derſelben Krankheit.

Die Exiſtenz von einer großen Anzahl beſonderer Materien in dem Blute verſchiedener Menſchen, in dem Blute eines ein⸗ zelnen Menſchen in den verſchiedenen Perioden ſeiner Entwicke⸗ lung, in den Thieren kann nicht geläugnet werden.

In dem Kindesalter, in der Jugend enthält das Blut ei⸗ nes und deſſelben Individuums wechſelnde Mengen von Sub⸗ ſtanzen, die in einem andern Stadium fehlen, die Empfänglich⸗ keit für Anſteckung durch eigenthümliche Erreger im Kindesalter ſetzt nothwendig eine Fortpflanzung, eine Wiedererzeugung die⸗ 22