Gift, Contagien, Miasmen.
ſilber geht durch die gewöhnlichen Wege wieder aus dem Kör⸗ per. Die Löslichkeit, die Fähigkeit alſo, einer jeden Bewegung zu folgen, iſt dem menſchlichen Körper eine Bedingung zu jeder Wirkſamkeit.
Von den löslichen Bleiſalzen wiſſen wir, daß ſie alle Ei⸗ genſchaften der Silber⸗ und Queckſilberſalze theilen; allein alle Verbindungen des Bleiorids mit organiſchen Stoffen ſind zer⸗ legbar durch verdünnte Schwefelſäure. Man weiß, daß die Bleikolik in allen Bleiweißfabriken unbekannt iſt, wo die Ar⸗ beiter gewöhnt ſind, täglich als Präſervativ und Gegenmittel ſogenannte Schwefelſäure⸗Limonade(Zuckerwaſſer mit Schwe⸗ felſäure angeſäuert) zu ſich zu nehmen.
Die organiſchen Materien, welche ſich im lebenden Körper mit Metalloxiden oder Metallſalzen verbunden haben, verlieren ihre Fähigkeit, Waſſer aufzuſaugen und zurückzuhalten, ohne damit die Eigenſchaft einzubüßen, Flüſſigkeiten durch ihre Poren durchzulaſſen. Eine ſtarke Zuſammenziehung, Schwinden der Oberflächen, iſt die Folge der Berührung mit dieſen Körpern.
Eine beſondere Eigenſchaft beſitzt noch überdieß der Subli⸗ mat und manche Bleiſalze indem ſie bei vorherrſchenden Men⸗ gen die zuerſt gebildeten unlöslichen Verbindungen aufzulöſen vermögen, wodurch das Gegentheil von Contraction, nemlich eine Verflüſſigung des vergifteten Organs, herbeigeführt wird.
Kupferoxidſalze werden ſelbſt in Verbindung mit den ſtärk⸗ ſten Säuren durch viele vegetabiliſche Subſtanzen, namentlich durch Zucker und Honig, in Metall oder in Orxidul reducirt, in Materien, denen die Fähigkeit abgeht, ſich mit thieriſchen Stoffen zu verbinden; ſie ſind als die zweckmäßigſten Gegen⸗ mittel ſeit Langem ſchon in Anwendung gekommen.
Was die giftigen Wirkungen der Blauſäure, der organi⸗ ſchen Baſen, des Strychnins, Brucins ꝛc. betrifft, ſo
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