Teil eines Werkes 
Zweiter Theil: Zweiter Theil
Entstehung
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Da ſolche Fröſte mit Oſt⸗, Nord⸗, oder Nordoſt⸗Luft ein⸗ treten, ſo bringt man feuchtes Stroh oder ſonſt ſtark rauchende Dinge nach der Windſeite; der von da aus ſich über den Weinberg verbreitende dicke Dampf wehrt dann nicht allein am Morgen dem Eindringen der Sonnenſtrahlen, ſondern dient ſelbſt zu Erhöhung der Temperatur der die Weinſtöcke umgeben⸗ den Luft. Gerathen bleibt, ſchon vor der Däͤmmerung und in der Nacht, ſobald der Thermometer auf 0 oder 1 Grad darüber ſteht, mit dem Räuchern anzufangen und ſich am Abend oder gegen Mitternacht bei 34 Grad über 0 darauf zu richten. Soll die Sache von Wirkung ſeyn, ſo muß von allen Weinberg⸗ beſitzern deſſelben Reviers gemeinſchaftlich Hand angelegt werden.

Noch ſchadet die Winterkaͤlte, wenn nach einem häufigen, plötzlichen und wäſſerigen Schnee oder ſtarken Nebel ein bedeu⸗ tender Froſt eintritt.

Wenig nachtheilig iſt der Fruͤhlingsfroſt, wenn er ſo frühe eintritt, daß der Weinſtock kaum zu treiben angefangen hat, und die Augen noch in der Wolle ſtecken; dieſe fallen zwar ab, es treiben aber wieder andere an der Stelle, und man hat oft mehr Trauben davon, als man von den erſten Augen erhalten haben würde.

Die Herbſtfröſte ſchaden nur dann, wenn ſie die Trauben vor ihrer Zeitigung befallen. Im Jahr 1777 froren die reifen Trauben ſo ſtark, daß ſie nicht getreten werden konnten, bis dahin die Sonne ſie wieder aufgethaut hatte. Sie gaben den beſten Wein in jenem Jahrzehent.

Regen. Zu häufiges Regnen iſt dem Weinſtock mehr, als allen anderen Obſtgattungen, nachtheilig. Fällt kaltes Regen⸗ wetter zur Zeit der Blüthe ein, ſo fallen Beeren und Trauben ab. Anhaltendes Regenwetter, wenn die Trauben noch nicht zeitig ſind, erzeugt die Grüͤnfäule; dagegen ſchadet eine lange anhaltende, heiße und dürre Witterung dem Weinſtocke in der Regel nur wenig, wie die Jahre 1783 und 1811 beweiſen. Im erſten Jahre wurden die Blätter des Weinſtocks welk, die Trau⸗ ben blau und ſchrumpften zuſammen, bis zur Zeit des Aequi⸗ noctiums Regen einfiel, worauf ſie auf einmal zeitigten und

einen der beſten Weine des vorigen Jahrhunderts gaben. Schwerz, Landwirthſch. II. 20