Teil eines Werkes 
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Entstehung
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man ſie der Höhe des Pfahls gleich weg, vorausgeſetzt, daß

dieſer die gehörige Länge habe; dadurch wird die Ueberſchattung

des Stockes vermieden, das Holz ſchneller zur Reife gebracht

und dem Eingreifen und Zerſchlagen des Windes geſteuert. Bei kurzen Pfählen iſt Acht zu haben, daß man den Lotten, worunter einige zu Bogreben beſtimmt ſind, eine zureichende Laͤnge laſſe. Das Abgegipfelte ſucht der Winzer für ſein Vieh recht gut zu benützen. Es gibt Gegenden, wie bei Trarbach an der Moſel, wo man weder ausbricht, noch abgipfelt, ſon⸗ dern dem Stock ganz ſeinen freien Wuchs läßt, indem man überzeugt iſt, daß er ſonſt kränkeln würde.

r. Die Leſe, Traubenerndte. Die Beobachtung des richtigen Zeitpunktes der Leſe iſt von der größten Wichtigkeit, und wird doch in der Ausübung ſo oft verfehlt. Wo der große Haufen zu entſcheiden hat, da unterliegt nicht ſelten die Ver⸗ nunft, und dem anſcheinenden Vortheil wird der wahre Vor⸗ theil nachgeſetzt; oft kommt noch Kelter⸗ und Zehntzwang dazu, und da helfen auch die weiſeſten Vorſchriften des Beſſern nicht.

Nach dem Kalender läßt ſich die Leſezeit eben ſo wenig als die Erndtezeit des Getreides beſtimmen, und weder Michael noch Gallus haben darüber ein entſcheidendes Wort, wohl aber hat es die zu erwartende höchſt nützliche Reife der Trauben. Aeußerſt ſelten wird durch zu ſpätes ſehr oft durch zu fruͤhes Leſen gefehlt; in mittlern und ſchlechten Jahren zumal bringt das voreilige Leſen den größten Nachtheil. Jeder neblichte Tag, jede ſonnige Stunde vermag im Herbſte die den Trauben noch anklebende Säure und den Ueberfluß wäſſriger Theile zu ent⸗ ziehen. Luft, Licht und Nebel wirken noch veredelnd auf ſie und begünſtigen die fortdauernde Entwickelung des Zuckerſtoffes; der Regen ſelbſt trägt bei, die Häute zu verdünnen, mit einem Worte: Die Trauben können bei uns nicht zu lange an dem Stock hangen, nicht zu reif werden.

In Ungarn, mit einem Clima, heißer als das unſrige, fällt die Leſe im Durchſchnitte in die zweite Hälfte des Oktobers. Der edelſte aller Rheinweine, der Johannisberger, verdankt der ſpäten Leſe, welche Ende Oktobers oder Anfang Novembers eintritt, hauptſächlich den Vorzug vor den übrigen; wo man

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