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1. Rauhfelgen. Dem Anhängen folgt das erſte Felgen
oder Rühren. Es muß bei trockenem Wetter und entweder vor oder unmittelbar nach der Traubenblüthe geſchehen, nur nicht während derſelben. Das Rauhfelgen geſchieht nur flach; ein tiefes Rühren des Bodens würde dieſen zu ſehr austrocknen, daher mehr ſchädlich als nützlich ſeyn.
Man hat drei Zwecke bei dieſer Arbeit: den aufgehackten Boden zu verkrümeln; das Unkraut zu tilgen; den bei dem Hacken oder Graben entblößten Stock wieder mit Grund zu decken. Letzteres erhält man, wenn bergan gefelgt wird, der Grund alſo in einer dem Hacken entgegengeſetzten Richtung wieder aufwärts nach den Stöcken gezogen wird. Wird das Bedecken des Fußes des Weinſtocks unterlaſſen, oder lange über das Abblühen hinaus verzögert, ſo fallen die Träubchen bei trockenem Wetter ab.
Im Ganzen iſt das Rauhfelgen eine unerläͤßliche Arbeit, wenn der Weinberg nicht verwildern ſoll. Iſt alles gut ge⸗ macht, ſo muß er nach der Arbeit wie ein gegrabener Garten vorkommen.
m. Ausbrechen, Verbrechen oder Zwicken. Der auf weniges Holz zurückgeſchnittene Weinſtock ſucht dieſen Abgang wieder zu erſetzen, und zwar in ſolcher Menge, daß die nütz⸗ lichen Schöſſe durch die Vertheilung von Saft unter ſo vielen Brüdern darunter leiden müßten, wenn man ſie alle beſtehen ließe. Nothwendig wird daher das Abzwicken aller überflüſſi⸗ gen und unnützen Schöͤſſe, d. h. ſolcher, die nicht zur Bildung der Bögen und Knoten im folgenden Jahre ſtehen bleiben müſ⸗ ſen. Dieſe Verrichtung ſetzt alſo in demjenigen, der ſie auszu⸗ führen hat, die Kenntniß des Schneidens voraus; denn es ſind nicht immer die ſchönſten Schöſſe, welche an dem Weinſtock er⸗ halten werden müſſen, ſondern diejenigen, welche außer ihrer Tauglichkeit auch an dem rechten Orte, alſo ſo weit möglich nach hinten oder dem Schenkel zu anſitzen. Hat man die 3—4 geeignetſten ins Auge gefaßt, ſo faßt man ſie mit einer Hand zuſammen und kürzt mit der andern die übrigen ab. Es ver⸗ ſteht ſich, daß man nur diejenigen Schöſſe, welche keine Frucht zeigen, ganz abzwickt, die übrigen aber etwas über dem Trauben⸗
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