Teil eines Werkes 
Zweiter Theil: Zweiter Theil
Entstehung
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vor ſich einhauen, weil bei breiten Streifen der Grund nicht gehörig gebrochen wird.

2) In Bergen zumal darf man nicht zu ſtark auf ſich an⸗ ziehen, weil der Grund ſonſt zu viel abgebaut wird. Man wiegt ihn daher nur los, hebt ihn aber ſo auf, daß er ſich beim Fal⸗ len umkehrt.

3) Es muß kein Fleck unberührt bleiben, zumal rund um den Stock alles losgeſchafft und das Unkraut getilgt werden.

4) Die Quecken müſſen ſorgfältig mit der Hand aufgeleſen und hinter ſich auf das ſchon gegrabene Land geworfen werden.

5) In Weinbergen, die teraſſenförmig angelegt ſind, darf der Grund nicht auf der obern Mauer liegen bleiben, ſondern muß herunter gearbeitet werden, um den Raum zu füllen, wel⸗ cher unmittelbar an dem Fuße der Mauer auf dem untern Beete durch das Abbauen entſtanden iſt, bis zuletzt die oberſte mit dem Grund gefüllt wird, der von dem Fuße des Weinber⸗ ges hinaufgetragen worden iſt.

6) Das Graben oder Hacken taugt durchaus nicht bei feuch⸗ tem Wetter, wodurch die Quekken, ſtatt getilgt, nur vermehrt würden. Viel beſſer iſt, gar nicht zu hacken, als es bei naſſer Witterung zu thun.

7) Das Hacken muß geſchehen, ehe die Knoſpen auslaufen. Die Zeit davon hängt alſo von der Witterung und von dem Boden ab. Sie kann manchmal ſchon im März, und manchmal nicht vor dem Mai eintreten. Die Nachtfröſte werden einem friſch⸗

gehackten Weinberge leicht ſchädlich.

8) Bei alten Weinſtöcken, die ihre Wurzeln in der Tiefe ſchon zum Theil verloren haben, und größtentheils durch die obern leben, darf nicht ſo tief gehackt werden, wie in jungen Weingärten.

9) Sobald der Karſt ſich dem Stocke nahet, muß er mit Vorſicht geführt werden, um dieſen nicht zu verletzen, noch die Augen abzubrechen, welches letztere ſchon durch bloßes Erſchüt⸗ tern geſchehen kann.

10) Das Rauhlegen beim Hacken iſt dem Feinlegen vorzu⸗ ziehen, weil der Boden im erſten Falle beim Regen weniger zuſammenſchlämmt.