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Namen Streckrebe und wird ſo nahe als möglich an der Erde, auch wohl darauf liegend, zu dem Pfahle hingeleitet. Dieſes geſchieht bei dem jungen Weinſtocke im vierten Jahre; in der Folge wird nun jedesmal die zum Tragen beſtimmte Lotte der Streckrebe nach dem Stocke, alſo von dem zweiten Pfahle nach dem erſten, zurück gebogen und an dieſen gegürtet; alle andern Lotten werden von der Streckrebe bis auf einen Knoten weg⸗ geſchnitten, der dann im folgenden Jahre die Lotte liefert, welche zurückgebogen werden ſoll, wobei wie gewöhnlich der vor⸗ jährige Bogen abgeworfen wird. Da die Traglotte aus einem Schenkel hervorwächst, der gewiſſermaßen auf der Erde liegt, ſo muß ſie an ihrem hintern Theile hoch aufgebogen, ihr Schna⸗ bel aber nahe bei der Erde an dem erſten Pfahl angebunden werden; dadurch wirft der Bogen die Hauptſchöſſe nach hinten zu und nicht in ſeine Mitte.
An der Moſel rechnet man auf einen gewöhnlichen Stock 7 Bogreben und 7 Zapfen, wenn es ſeyn kann und Holz genug dazu da iſt. Ein Stock von Kraft bekommt ſelbſt 8— 9 Bog⸗ reben.
f. Ergänzen. Nach dem Gürten werden alle Stellen, wo ein Stock ausgegangen, wieder geſetzt oder ergänzt, welches beſonders in jungen Weinbergen unerläßlich iſt. Das Ergän⸗ zen geſchieht mit Reiflingen, wozu die Stufen am beſten ſchon vor Winter gemacht worden ſind. Sie müſſen 1— 1 ½ tief und 1“ weit ſeyn. Man bedient ſich zum Pflanzen entweder der vor Winter ausgeworfenen, durch den Froſt zerkrümmelten, oder ſonſt einer guten Setzerde. Das Ergänzen mit in Körben erzogenen Ablegern iſt freilich das ſicherſte und in alten Wein⸗ bergen das beſte, aber mit Muͤhe verbunden. Von dem Er⸗ gänzen durch Ableger und Einſenker iſt ſchon anderswo geſpro⸗ chen worden.
Man hat auch nicht ſelten Stöcke von ſchlechter Trauben⸗ gattung, oder ſolche, die keine Früchte tragen wollen. Ein ſorg⸗ fältiger Winzer wird beiden keinen Platz in ſeinem Weinberge vergönnen, ſondern ſie auswerfen und durch beſſere zu erſetzen ſuchen. Sind aber ſolche Stöcke vom Stamm geſund, ſo kann er ſich des Pfropfens, als eines ſchneller zum Zwecke füh⸗


