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Keine Lotte, die von dem Hagel getroffen worden oder ſonſt nicht geſund iſt, darf zu einer Bogrebe beſtimmt, ſondern ſie muß auf Knoten geſchnitten werden, indem die verletzten Reben beim Biegen brechen.
Es gibt Traubengattungen, welche die Bögen nicht wohl
vertragen, ſo auch Gegenden, wo gar keine gemacht werden, und
Alles auf Knoten geſchnitten wird; dagegen vertragen andere Rebengattungen den bloßen Knotenſchnitt durchaus nicht. Am auwendbarſten bleibt letzterer auf leichtem, wenig fettem Boden; auf ſchwerem Boden hätte man dabei eine allzu ſtarke Belau⸗ bung zu befürchten, die Circulation der Luft würde fehlen und das Träubchen in der Blüthe dadurch abfallen. Unter ſolchen Umſtänden ſind alſo die Bogen unentbehrlich.
Der Schnitt geſchieht in horizontaler Richtung und nicht
ſchräg, jedoch ſo, daß der bei dem Weinen der Reben ausflieſ⸗
ſende Saft dem Auge nicht ſchade, ſondern hinter ihm ab⸗ träufle. Noch ſchneidet man mehr bei letzterem weg, um keine Storzen zu bilden.
Es iſt ein Grundſatz beim Schneiden, daß der Knoten oder Zapfen nicht vor der Bogrebe, ſondern hinter ihr nach dem Stocke ſtehen ſoll, indem die davon zu erwartenden Schöſſe zu Bildung künftiger Bogreben dienen ſollen, und wie ſchon er⸗ innert worden, den Stock ſo niedrig als möglich zu halten, alſo zurück zu holzen.
Werden die Schenkel an jungen Stöcken zu ſtark, und droht daher der Kopf zuzuwachſen, ſo ſchneidet man einen weg und erſetzt ihn durch ein nachgezogenes Bodenholz. Iſt kein Boden⸗ holz da, ſo legt man den andern Schenkel ein; im folgenden Jahre wird dieſer Schenkel anderswohin verpflanzt. Der Stor⸗ zen, den er auf dem Kopfe des Stockes hinterläßt, wird eben abgeſchnitten, worauf an dieſer Stelle beſtimmt friſches Holz austreiben wird; daſſelbe gilt auch, wenn der Stock nur einen einzigen Schenkel gehabt hätte.
Bei allem Abſchneiden, ſowohl des Holzes als der Wurzeln beobachtet man, es nur bis auf 1 Zoll von der Stelle ihres Auswuchſes zu thun, um das Verweinen zu verhüten, und fegt den kurzen Skvozen erſt im folgenden Jahre weg..
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