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der Stock treibt, höchſtens 2— 3 durchwachſen und bricht die übrigen aus. Nach dem Herbſte wird der Weinberg gegraben. Im vierten Jahre tritt die Behandlung wie bei alten Weinbergen ein.
Bei Bacharach. Man thut hier in den drei erſten Jahren nichts an den jungen Stöcken und läßt ſie, ohne zu ſchneiden, nach Belieben wachſen. Je ſtrauchiger ſie in dieſer Zeit werden, um ſo lieber hat man es, indem der Stamm ſich dadurch verdickt und die Wurzeln ſich wahrſcheinlich im Ver⸗ hältniß zu den Zweigen verbreiten. Man hackt im erſten Jahre ſehr flach, in den folgenden beiden ein⸗ auch zweimal, je nach⸗ dem ſich Unkraut zeigt. Man düngt ſchon vor dem erſten oder doch vor dem zweiten Winter und zwar in Gruben oberhalb jedem Stöckchen, doch nicht kurz daran.
An der Nahe. Im erſten Sommer wird nichts an der Neupflanzung gethan; nach dem Herbſt wird zugegraben, d. h. die jungen Stöcke werden, ohne geſchnitten zu ſeyn, mit Erde bedeckt; bei dem Zugraben wird beobachtet, den Grund, beſonders in den Bergen, nicht von obenher gegen die Pflanzen anzuziehen, wodurch ſie ſich abwärts ſenken und durch wiederholten Bau aus ihrer geraden Richtung gebracht werden würden. Es iſt gut, wenn die Spitzen der Triebe ein wenig aus der Erde hervorragen, damit man ſie beim nachherigen Aufgraben mit dem Karſte ſchonen könne. Sind im Sommer durch ſtarke Re⸗ gen einige Stöcke mit Erde überſchüttet, ſo muß man aufräu⸗ men, damit ſie nicht darunter erſticken. Haben unter dem Schutte einige Augen angefangen auszulaufen, ſo müſſen ſie nicht plötzlich der Sonne und Luft ausgeſetzt werden. Im zweiten Jahre gräbt man nicht vor dem Mai auf, um die Stöckchen ſo lange als möglich gegen die Kälte zu ſchützen. Man rührt im Juni noch einmal und grabt gegen den Winter wieder zu, ohne auch in dieſem Jahre etwas am Stocke geſchnitten zu haben. Im dritten Jahre wird das Jungfeld aufgegraben und geriſſen, d. h. man ſchneidet dem jungen Stocke ſeinen ganzen Auswuchs bis auf eine Lotte von 1—2 Augen weg. Einige thun ſolches ſchon im zweiten Frühjahre, wodurch ſie dann ſchon im dritten Jahre Holz zu Bogreben gewinnen, und


