Teil eines Werkes 
Zweiter Theil: Zweiter Theil
Entstehung
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der Weinberg im vierten Jahre zum Ertrage kommt, wodurch ein Jahr gewonnen wird; zugleich erhält der Stock einen Pfahl; verkürzt man aber in dieſem Jahre die Lotten jedes Mal, wenn ſie eine Elle hoch aufgeſchoſſen ſind, bis zur Hälfte, ſo iſt kein Pfahl nöthig. Dadurch ſoll auch der Schenkel dicker und ſtäm⸗ miger werden und im vierten Jahre kräftiger wachſen, als wenn die Lotten ganz gelaſſen und angebunden worden wä⸗ ren. Nach dem Herbſte wird etwas gedüngt. Im vierten Jahre wird das Jungfeld auf Knoten(Zapfen) geſetzt, d. i. alle Lotten werden abgeſchnitten, nur eine der beſten, die oben auf dem Kopfe ſitzt, wird gelaſſen und erhält einen Knoten von 3 4 Augen. Im fünften Jahre werden Bogreben aufge⸗ ſetzt. Sollte der Stock aber noch ſchwach ſeyn, ſo erhält er abermals einen Knoten und erſt im ſechsten Jahre Bogreben. Beſſer bleibt es, ein Jahr ſpäter, als ein Jahr zu frühe, Bog⸗ reben aufzuziehen. Durch das wiederholte Schneiden auf Kno⸗ ten erſtarkt der Stamm und wird ein dauerhafter Stock, ſtatt daß er bei zu frühem Bogrebenaufſetzen in der Höhe zu viel austreibt und in der Erde ſchwach bleibt. In dieſem Jahre wird gedüngt und der Rebberg gleich einem alten behandelt.

Behe

Ordnun