Teil eines Werkes 
Zweiter Theil: Zweiter Theil
Entstehung
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erforderlich, 56 Fuß breit, ſo nehmen ſie ſo viel von dem

köſtlichen Raume weg. Auch durch die Hecken, wenn ſolche nicht dünne gehalten werden, wird Raum verloren; dabei hat man Mühe, eine gehörige Hecke aufzubringen, indem der Zahn des Viehes allemal darüber her iſt; dann droht ihnen jede Eis⸗ fahrt des Stromes den Untergang. Die beſte Einfriedigung, freilich auch die koſtbarſte, bleibt alſo allemal die von Holz. Ich beſchreibe ſie nicht, da ich ſolche ſchon anderwärts angegeben habe. An dem Rheine ſieht man ſich gezwungen, vor Winter die Pfoſten und Stecken(Riegeh) auszuheben und in Verwah⸗ rung zu bringen. Dieſes Wegnehmen und im Frühjahre wieder Hinſetzen iſt allerdings koſtbar, indeſſen wegen den Ueberſchwem⸗ mungen im Winter und der Holzdieberei nothwendig. Das Gehölze dauert auch etwas länger, wenn es Winters im Trocke⸗ nen ſteht.

Auf dem rechten Rheinufer gelten die Weiden, ſowohl bei Pacht als Verkauf, die Hälfte, auch zwei Drittel mehr als das Ackerland. Bei Rees werden für recht gute Weiden, auſſer⸗ halb des Rheindammes, 5, 6 bis 700 Rthlr. für den holländi⸗ ſchen Morgen bezahlt. Der Pachtwerth iſt 20 bis 30 Rthlr. Der Acker hingegen kömmt nur an 200 bis 400 Rthlr.

Auf dem linken Rheinufer, Gegend von Griethauſen, thut der Werth der Weiden ebenfalls das doppelte des Ackerlandes.

In der Gegend von Rheinberg und Mörs thut ein Cöllni⸗ ſcher Morgen des beſten Ackers 125 Rthlr.; ein Morgen guter niederer Weide dagegen 225, und der einer Weide von mittle⸗ rer Güte 160 Rthlr. Cleviſch.

Die Wieſen werden ſelten völlig geheuet. Wollte man es alljährlich thun, ſo würden ſie ganz gewiß verderben. Sie bringen zwar in dieſem Falle hohes Gras hervor; allein der Boden wird am Ende zu locker, das feine Untergras verliert ſich, die Halme ſtehen dünner und geben nicht mehr das fette Heu, welches man auf den Wieſen macht, welche zwei Jahre vom Vieh feſtgetreten und gedüngt und erſt im dritten gemähet werden. Eine Bemerkung, die man auch an den Ufern der Schelde in den überreichen daſigen Poldern macht. Es wird daher bei Verpachtungen wohl darauf geſehen, daß die Bedin⸗