Teil eines Werkes 
Erster Theil: Erster Theil
Entstehung
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Getreide, oder ſechs Scheffel Körner ſammt dem Strohe, nach Hauſe, wobei ich jedoch bemerkse, daß die Felder nicht ſo wie die Wieſen im Thale, ſondern auf der Höhe gelegen ſind. Man zieht ſelbſt das Einſcheuern mit Eſeln dem mit Pferden vor, hält ſolches bei ungünſtiger Witterung für mehr fördernd. Das Getreide ſitzt hier auf Kaſten. Das Aufladen auf Wagen er⸗ fordert eine geraume Zeit; fällt Regenwetter ein, wenn man auf dem Felde iſt, ſo will man den Weg mit den Pferden nicht umſonſt gemacht haben. Man ladet alſo, und das in den Kaſten ſo ſchön gewonnene Getreide wird nun auf dem Wagen ganz durchnäßt. Nicht ſo bei dem Eſel! Regnet es gar zu ſtark, ſo iſt an ſeiner Haut gar nichts gelegen, ſie wird nur abgewaſchen. Er muß ſich an Ort und Stelle gedulden, bis es beſſer wird. Der Zeitverluſt iſt bei keinem Eſel von Belang! Tritt ein günſtiger Augenblick ein, ſollte er auch nur einige Minuten währen, ſo wird der Hut des Kaſtens abgedeckt und in eins⸗zwei⸗drei iſt der Eſel beladen.

Hierzu fertigt man zwei dicke Büſchel an. Das Getreide wird in jedem ſo gelegt, daß die Aehren in die Mitte der Länge des Bundes oder Büſchels kommen.

Zum Tragen hat der Sattel an jeder Seite ein Paar leichte eiſerne Haken, wovon jeder in eines der Weidenbande eingreift. Iſt der Eſel ſtark, ſo wird noch ein drittes Bund hinzugefügt, welches dann über ſeinem Rücken und auf den bei⸗ den Seitenbunden ruhet.

Gereichen jene Dienſte dem Landwirthe zum Vortheile, ſo gereicht die Enthaltſamkeit und gute Sitte dem Eſel zum Ruhme. Im Unterhalte koſtet er ſeinen Dienſtherrn beinahe gar nichts. Im Sommer ernäͤhrt er ſich ſelbſt wie er kann, ſucht ſeine Koſt am ſteilen Berge, oder füllt ſeinen Magen mit Diſteln, Gras und Unkraut auf dem Felde. Im Winter geht er ſpazieren, beſucht ſeine Nachbarn einen um den andern und kehrt am Abend wieder nach Hauſe. Die Ställe werden nicht geſchloſſen. Da ihm ſein Herr wenig oder gar nichts reicht, ſo lebt er auch in dieſer Zeit auf eigene Rechnung, frißt das Stroh aus dem Miſte und zieht ſolches ſogar einer andern Nahrung vor.

Der Eſel kann vor dem dritten Jahre nicht ohne Nachtheil