Teil eines Werkes 
Erster Theil: Erster Theil
Entstehung
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theil iſt alſo fuͤͤr den Gutsherrn bei weitem nicht ſo groß, als der fuͤr das öffentliche und das Privat⸗Wohl des Leiſtenden daraus hervorgehende Nachtheil. Manche Gutsherren werden indeſſen ſolche Dienſte doch nicht gern entbehren, indem ſie ih⸗ nen bei der Arndte und Saatzeit nicht wenig zu ſtatten kom men; aber eben hierin liegt der große Nachtheil für das Ganze. Der Gutsherr oder ſein Pächter, dem in ſeinem Namen die Dienſte zu Gebote ſtehen, haͤlt weniger Pferde und Geſinde, als er ohne ſie halten würde. Daher müſſen die Dienſtleute, zumal in dringenden Fällen, herbei, und werden gezwungen, ihr Intereſſe zu Grunde gehen zu laſſen, und für das eines Andern zu ſorgen. Daher Mißmuth und Unzufriedenheit, und wer will die dem Unglücklichen verargen?

Es gibt dennoch einige Perſonen, die, ich weiß nicht wel⸗ chen, Vortheil für die Dienſtpflichtigen, für ihre Aufklärung und die Verbeſſerung ihres Ackerbaues in dem Perſonaldienſt ſehen wollen; allein es heißt da: Cicero pro domo. Im All⸗ gemeinen iſt nur eine Stimme dagegen, und man hält ſie ſo⸗ wohl in öconomiſcher als phyſiſcher und moraliſcher Rückſicht für ſchäͤdlich. Sie ſind die wahre Schule der Trägheit. Men⸗ ſchen und Pferde entwöhnen ſich der Anſtrengung bei der Arbeit. Betriebſamkeit und Moralität wird man am meiſten verdorben finden, wo am meiſten gefrohndet wird. Die Unordnung, die Tendenz zu betrügen, die Berührung mit dem Geſinde der Edel⸗ höfe, die Verführung, wodurch auch der Beſſerdenkende hinge⸗ riſſen wird, Alles vereiniget ſich, uns von ihrem Nachtheile zu überzeugen. Auch fehlt es nicht an Gutsbeſitzern in Weſtfalen, welche aus freien Stücken die Dienſte gegen eine billige Ent⸗ ſchädigung in Gelde erlaſſen haben, ſelbſt ſolche, die eine be⸗ trächtliche Wirthſchaft treiben. Ich kenne einen Zeitpächter in der Weſergegend, dem eine ſichere Zahl von Spanndienſten durch ſeinen Contrakt zugeſichert war, der, da er ſich von dem geringen Nutzen derſelben überzeugt hatte, ſie den Pflichtigen für ſeine Pachtfriſt gegen einen halben Thaler jäͤhrlich erließ. Statt jener Dienſte legte er ſich ein Geſpann Ochſen mehr zu, und ſeitdem iſt er ſtets zuerſt mit ſeiner Arbeit fertig, ſtatt daß er ſonſt der letzte war.

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