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pflegen zwar die Zeller hierin in etwas, jedoch nicht verhältniß⸗ mäßig, zu uͤbertreffen, die ſehr großen, aber ſeltenen Schulzen ausgenommen.
Ein Kötter unterhält auf ſeinen 20— 25 Morgen 2 Pferde, 2—4 Kühe, 2 Schweine, 2—4 Dienſtboten.
Aus dem Geſagten geht hervor, daß man im Durchſchnitte nicht mehr als 12 Morgen AOckerland auf jedes Arbeitspferd nehmen darf, und zwar auf dem meiſt ſandigen Boden, ſtatt daß in Brabant, auf ähnlichem Boden und bei weit tieferem Pflügen, 26 Morgen auf ein Pferd fallen. Die ſchlechten Wege, die unzweckmäßigen Werkzeuge, die ſchlechte Unterhaltung der Pferde und die geringere Intelligenz der Betreiber ſind in Weſt⸗ falen an jenem Uebel Schuld. Das Verhältniß des übrigen Viehſtandes zu dem Acker iſt zwar weit angemeſſener, indem ungefähr ein Stück Großvieh auf jede drei Morgen kömmt, ſtatt daß man in den ſandigen Gegenden der Niederlande nur auf jede fünf Morgen eines zäͤhlt; allein dabei treten folgende kleine Umſtände ein: 1) daß der Brabanter ſein Vieh Jahr aus, Jahr ein, im Stalle hält, ſtatt daß der Weſtfaͤlinger das ſeinige fünf, oft ſechs Monate lang hinaustreibt und häufig über Nacht auf der Weide laͤßt; dadurch macht der Erſte von drei Kühen ſo viel, und dabei viel beſſern Dung als der Letzte von fünf; 2) daß der Brabanter zum Unterhalte für ſein Vieh nichts hat, als was er auf dem Acker ſelbſt erzeugt; dagegen muß der Weſtfälinger auf jede ſechs Morgen Acker zwei Mor⸗ gen Weide als Zugabe haben, wenn er beſtehen ſoll, und das vermindert nicht wenig ſeinen reinen Ertrag; 3) hat der Mün⸗ ſterländer noch eine ſehr wichtige Beihülfe an den Weideplätzen in den Marken, welche dem Brabanter abgehen.— Und doch ſteht dieſer, der angegebenen Vortheile beraubt, ſo weit über jenem! Es gibt alſo eine Entbehrung, die den Menſchen zu⸗ träͤglicher iſt als ein ſicherer Ueberfluß. Dieſer gewöhnt ihn an Indolenz, jene erweckt ihn zur Induſtrie, und dieſe letztere allein iſt ſchon ein großer Erwerb.
Außer den Bauergütern und Colonaten gibt es noch eine Menge Edelgüter. Ihre Größe gleicht gewöhnlich der eines guten Schulzenhofes, und außer allem Zweifel waren ihre erſten
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