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60— 70 Morgen Bauland gehören, ſind nur als Ausnahmen
zu betrachten. Im Durchſchnitte kann man eine Vollerbe zu 30— 50 Morgen Bauland annehmen, und demnach die Abſtu⸗ fungen der Halb⸗, Viertel⸗ und Achtelerbe berechnen, wiewohl darin kein beſtimmtes Verhaͤltniß angenommen werden kann, indem es Halberbe gibt, die manchem Vollerbe gleich kommen. Ein Gut von 200 Morgen hat ungefähr: 60 an Bauland, 7 an Gärten, 20 an Weidegrund, 13 an Schlagholz, 100 an Wild⸗ land.
Wirthe, die nur Arbeit für einen Zugochſen haben, halten zwei Kühe, ein Rind oder Kalb und mäaͤſten ein bis zwei Schweine aus.
Wirthe mit einem Pferde oder zwei Zugochſen halten drei Kühe, ein Rind, ein Kalb, ein bis zwei Schweine.
Wirthe mit einem Pferde und einem Ochſen bauen 15— 22 Morgen, halten vier bis fuͤnf Kühe, zwei Rinder, ein Kalb, eine Zuchtſau, ein Paar junge Schweine.
Wirthe mit zwei Pferden bauen bis 20— 30 Morgen, hal⸗ ten acht Kühe, zwei Rinder, ein Kalb, drei bis vier Schweine.
Wirthe mit drei Pferden bauen 45 Morgen, halten 12— 15 Stück Hornvieh, groß und klein, 60— 70 Schafe, 3— 5 Schweine. Zum Betriebe werden erfordert 6 Menſchen.
Wirthe mit vier, fünf Pferden(von der Größe findet man auf Sandboden doch nur Wirthſchaften in der Gegend vom Rheine) halten 20 Stück Rindvieh, 100 Schafe, 3—6 Schweine, fünf männliche und vier weibliche Dienſtboten.
Auf dem Kleiboden des Münſterlandes ſind die Wirthſchaf⸗ ten ſchon etwas größer. Man theilt ſie in einigen Gegenden in Schulzenhöfe, Zellerhöfe und Kotten. Zu einem Schulzen⸗ hofe gehören p. m. 250, zu einem Zellerhofe 100, zu einem Kot⸗ ten 20— 25 Morgen Ackerholz und Grasgrund. Es gibt auch einige wenige Schulzen, die 1200 Morgen beiſammen haben, davon ſteht aber ein ſtarkes Drittel mit Holz bewachſen. Zeller⸗ höfe gibt es die meiſten, nach ihnen der Kotten.
Auf einem der gedachten Zellerhöfe unterhält man 5— 6 Pferde, 11— 16 Stück Hornvieh, 8— 10 Schweine, vier maͤnnliche und vier weibliche Dienſtboten. Die Schulzenhöfe


