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Es iſt von großem Vortheil, jedem Pferd⸗ und Ochſenknecht nicht ſowohl ſein beſtimmtes Vieh, womit er fährt, zur ausſchließli⸗ chen Beſorgung, ſondern auch den erforderlichen Werkzeug in ſein Gewahrſam zu übergeben, weil er mit Vieh und Werkzeug auf⸗ richtiger verfahren wird, wenn er dafür verantwortlich iſt.
6. Die Geſchäfte des folgenden Tages müſſen am vor⸗ hergehenden Abend angeordnet werden, damit Jedermann vom frühen Morgen bis zur Nacht dem ihm aufgetragenen Geſchäfte obliege.
7. Man muß ſich öfters überzeugen, ob die Arbeiter zur beſtimmten Zeit ihr Geſchaft beginnen und endigen, und ob ſie die aufgetragene Arbeit gehörig vollführen.
B. Von den Pflichten der Herren und Diener.
1. Die Pflichten zwiſchen Herren und Die⸗ nern beſtehen im engſten Sinne darin, daß der Herr dem Diener den ihm für ſeine Arbeit verſprochenen Lohn bezahle, wofür ihm dieſer die bedungene Zeit über jene Arbeiten lei⸗ ſtet, zu denen er ſich verbindlich gemacht hat.
2. Ein ſolches Verhältniß findet aber nur gegen Tag⸗ und Gedingarbeiter Statt, deren Dienſte wir nur auf kurze Zeit, und für eine beſtimmte Arbeit benützen.
3. Zwiſchen dem Dienſtherrn und dem Dienſtboten muß ein mehr geſellſchaftliches Verhältniß obwalten, das beide enger zuſammenhält, und den letzteren dem erſteren näher rückt: denn da der Dienſtherr ſeine ganze fahrende Habe dem Dienſtboten übergeben muß; ſo erfordert es ſein Vortheil, die Zuneigung des Dienſtboten ſich zu erwerben, damit dieſer fleißig und aufſichtig ſey, und jeden Schaden zu verhüthen ſich bemühe, der dem Dienſtherrn zugehen könnte.
Der Diener wird ſich nur dann für den Vortheil des Herrn lebhaft intereſſiren, wenn dieſer in allen Stücken freundlich für ihn ſorgt, und ihm das Mißverhältniß zwiſchen Herrn und Die⸗
ner am wenigſten fühlen läßt. Er haßt ihn, wenn er ſich gering geſchätzt und ſchlecht behandelt ſieht, verrichtet dann ſeinen Dienſt
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