Teil eines Werkes 
Erster Band (1819) Lehrbuch der Landwirthschaft. Erster Band
Entstehung
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5. Die gegenwärtig üblichen Dreſchmaſchinen werden eingetheilt: in die Walzen, in den Stampf und in die Mühl.

6. Die Dreſchwalzen ſind die älteſten Werkzeuge, und haben ſich ſeit den Zeiten der Römer, wo ſie ſchon al⸗ lenthalben eingeführt wurden, in einem großen Theile des öſtlichen und nördlichen Europa erhalten. Ihre Errichtung erfordert die geringſten Koſten, und ihre Wir⸗ kung iſt das vier⸗ und fünffache des Handdreſchens.

Wir finden die Dreſchwalzen in den Schriften von Varre und Kolumella: ſo ſind ſie als noch gebräuchlich im nord⸗ weſtlichen Italien obcgezeichnet in den Venti giornate von Agost. Gallo vom Jahre 1560. Im 31. B. der ſchwed. Abhandl. ſindet ſich eine ſehr gute Beſchreibung und Abbildung von 18⸗ bis 24rädrigen Wägen, und der koniſchen, geriften Walze, deren man ſich in Weſt⸗Norrland bedient. In verbeſſerter Form ſchei⸗ nen ſie der größten Aufmerkſamkeit werth zu ſeyn: denn aus der ſehr genauen Beſchreibung der Dreſchmaſchinen, die zu Rutzen⸗ dorf und Süßenbrunn in Oeſterreich errichtet ſind(von

Joſ. Daninger, Wien 1815), erhellet, daß man im Winter in 7 ½h Arbeitsſtunden mit 2 Pferden und 3 Menſchen 21 116 Mandel ſchwere, oder 27 ½ Mandl leichte Früchte ausdroſch, die 15,93, oder 27 ½ Metzen Körner gaben. Im Sommer oder Herbſte kann man damit 32 Mandel Wintergetreide zu%¼ Metzen, 24 Metzen, und 48 Mandel Sommergetreide zu 1 Metzen aus⸗ dreſchen.

9. Der Dreſch⸗Stampf iſt eine Vorrichtung, die man in Tirol, Salzburg und Kärnten häufig an⸗ trifft. Die Errichtung derſelben iſt nur wenig koſtſpielig, und die Bedienung erfordert nur einen bis zwei Menſchen, und doch leiſtet ſie ſo viel, als b unſerer gewöhnlichen Dreſcher.

Für nicht ſehr große Wirthſchaften, und wo dieſe Ma⸗ ſchinen durch Waſſer betrieben werden können, ſind ſie von ent⸗ ſchiedenem Nutzen. Wir haben in Kärnten ungefähr 12 ſol⸗ cher Dreſchſtämpfe, und ihre Zahl vergrößert ſich alljaͤhrlich⸗ Man findet den zu Bleiberg in Kärnten aufgeſtellten im ökonomiſchen Kalender für das Jahr 1802 von Trautmann, Wien bei Binz, abgezeichnet Die Wirkung dieſer Maſchine be⸗ ruht auf der Menge der Schießer, und der Geſchwindigkeit ih⸗ rer Schläge in einem gegebenen Zeitraume. Ein Dreſchſtampf