Teil eines Werkes 
Erster Band (1819) Lehrbuch der Landwirthschaft. Erster Band
Entstehung
Einzelbild herunterladen

enthäͤlt, oder ſehe uchtem Vette e man das Getred,

u Wetter geſchlie

viele grüne Blite ee läßt man allut an ſie bindet. Ali hneidet, muß erſtin es in Garben zuſen⸗ etreide aber, es ſeh und Rocken, wi n.

Getredde hat ale daß man es ohue hren könnte, ud nwirkung der Luft trocken genug iſ

geht aber in de vor ſich, in den trockenen Zuſtnde

nal gebunden ſid, chen kaum merklih ſe feucht zuſammen⸗ binden iſt daher nr ehhr reif geworden, es lauge geuug in machen macht zc handeln; man kann ſie trocknen leichttr weren.

en zu verhüte der gelegt/ duß gen des Rega ehen blaben li

*

1

333

ſie innerhalb ganz oder hinlaͤnglich trocken geworden

ſind.

Das Trocknen der geſchnittenen Garben geſchieht in den mannigfaltigſten Formen. Bald werden je 4 und 4 Garben zu⸗ ſammengeſtellt, und erhalten eine fünfte zur Kappe; bald ſind es 9 Garben, die man koniſch zuſammenſtellt, und mit der zehnten bedeckt. Bei kurzem Getreide: Gerſte, Hafer, Weitzen iſt das erſtere, beim Rocken das zweite Verfahren in der hieſigen Gegend üblich. Das Getreide trocknet hiebei ſehr ſchnell aus, denn es iſt der Luft am meiſten ausgeſetzt, es macht wenig Arbeit aber es erfordern dieſe Hoken viel Raum, und werden durch Winde leicht umgeworfen. Anderswo werden die Garben je 20 oder 15 ins Kreuz übereinander gelegt, und haben eine kleine Stange zur Stütze. Dieſe Art macht etwas mehr Arbeit, als die erſtere, auch trocknen die Garben nicht ſo ſchnell; ſie iſt aber wenigern Zufällen ausgeſetzt, und nimmt weniger Raum ein. Die Garben auf hohe Stangen aufzuhifeln kann nirgendwo vor⸗ theilhaft ſeyn, weil das ſehr viele und große Mühe macht, und weil hiebei das Getreide unnöthig lange der Witterung und den Vögeln Preis gegeben iſt.

7. Das Trocknen der Garben geſchieht auch wohl dadurch, daß man ſie auf die Querſtangen eines gerade ſtehenden Gerüſtes legt, wo ſie entweder bis zum Dre⸗ ſchen, oder bis ſie trocken ſind, hängen bleiben.

Solche Gerüſte nennt man Harfen, im Gailthale von Kärnten, Köſen, in Schweden heiſſen ſte Häßja. (Siehe Gißler, von den einfachen und doppelten in Weſtmore⸗ land üblichen Harfen, in der Schwed. Abhandl. 31. B.) Sie ſind am häufigſten in Krain, weniger zahlreich in Kärnten, Salzburg, Tirol. Man hat einfache und doppelte Harfen, die erſtern ſind ein Gerüſte, das aus mehreren geraden Bäumen beſteht, in die hölzerne vorragende Nägel eingeſchlagen ſind, auf welche man Querſtangen legt, zwiſchen die dann die Getrei. degarben gehängt und gelegt werden. Die letzteren beſtehen in ei⸗ nem doppelten ſolchen Gerüſte, die mit einem Dache verbunden ſind, und nebſtbei zur Dreſchtenne und zur Wagenhütte dienen. Der Nutzen ſolcher Harfen, daß das geſchnittene Getreide ſogleich geborgen werden kann, und daß es den Platz am Acker räumt, um ihn ſofort beſtellen zu können, wird zu theuer erkauft durch den großen Aufwand an Ausgaben für das Gebäude, und durch die vermehrte Arbeit beim Wegführen, Abladen, Einhängen, Aushängen und Einſcheuern, womit ein beträchtlich größerer Körnerausfall verbunden ſeyn muß. Nur für ſehr kleine Wirth⸗ ſchaften paſſen die Harfen, in einem ſehr kühlen und naſſen Klima⸗ Wenn man aber die Garben unter ſolchen Umſtänden aufhifelt,