Teil eines Werkes 
Erster Band (1819) Lehrbuch der Landwirthschaft. Erster Band
Entstehung
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terie bey; allein ohne ihre Zwiſchenkunft findet keine Wech⸗ ſelwirkung in den Körpern Statt.

Das thätige Leben der Pflanzen und Thiere hört auf, ſobald die Kälte ſo groß wird, daß ihre Säfte ſtocken. Die Quantität der äußern Wärme, welche die verſchiedenen Thiere und Pflanzen erfordern, wenn ſie in lebhafter Thätigkeit bleiben ſollen, ſo wie der Grad und die Dauer der Kälte, die ſie über⸗ kommen können, ohne dadurch getödtet zu werden, iſt ſehr ver⸗ ſchieden, immer aber den klimatiſchen Verhältniſſen ihrer natür⸗ lichen Standörter angemeſſen.

11. Das Licht gehört nicht zu den abſoluten Beding⸗ niſſen des Lebens: indeſſen gehen die meiſten Thiere und Pflanzen ſehr bald zu Grunde, wenn ihnen daſſelbe völlig entzogen wird.

Ohne alles Licht gedeihen nur wenige Pflanzen, z. B. einige Arten von Schwämmen, Konferven u. ſ. w. alle übrigen verfallen, ſo wie die warmblütigen Thiere, in Bleichſucht, die, früher bei den Pflanzen, ſpäter bei den Thieren, den Tod her⸗ beyführt. Nur in der Klaſſe der bein⸗ und knorpelloſen Thiere: Würmer, Mollusken, Schalthiere und Inſekten findet man viele, die ohne alles Licht zu leben vermögen.

12. Thiere und Pflanzen unterſcheiden ſich dadurch, daß die erſteren willkürliche Bewegungen äußern, mit mehreren Werkzeugen und Kraäften ausgerüſtet ſind, ſich ihre Nahrung ſelbſt zu ſuchen, und daß ſie dieſelbe durch den Mund in den Magen nehmen, um ſie daſelbſt, und in ſeiner Verlängerung, den Gedärmen, durch die chemi⸗ ſche Wirkung der beigemiſchten Säfte und die mechaniſche des Magens ſo aufzulöſen und umzuändern, daß ſie fähig wird durch die Sauggefäße aufgenommen, in die Blut⸗ maſſe gebracht und dem Körper aſſimilirt, zu werden: während die Pflanzen ihren Standort nicht zu verwechſeln im Stande ſind, keinen Magen und keine Gedärme haben, ſondern ihre Nahrung, die in der Oberfläche der Erde durch die Gährung vorbereitet, das heißt: im Waſſer auflöslich gemacht wird, mittelſt ihrer in den Wurzeln befindlichen Sauggefaͤße in das Innere ihrer Körper bringen.

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