Teil eines Werkes 
Erster Band (1819) Lehrbuch der Landwirthschaft. Erster Band
Entstehung
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werden wir ſpäter auseinanderſetzen. Siehe das II. Haupt⸗ ſtück,§. I.

7. Außer der organiſchen Materie, die man in dieſer Hinſicht Nahrung nennt, bedarf der lebende Körper noch Waſſer, atmoſphaäͤriſche Luft, Wärme und Licht.

3. Das Waſſer dient zum Auflöſungsmittel der fe⸗ ſten Nahrung und geht in Verbindung mit derſelben in die Natur des organiſchen Körpers uüber.

9. Die atmoſphaͤriſche Luft dienet theils zu demſelben Behufe, in ſofern ſie mit der Nahrung ge⸗ mengt in den Körper kömmt, theils aber und vorzüglich iſt ſie beſtimmt in den Lungen der Thiere oder dieſelben vertretenden Organe, ſo wie in den Blättern der Pflanzen zerſetzt zu werden, wodurch Wärme erzeugt, und die in den Gefaßen der organiſchen Körper umlaufende Flüſſigkeit mit einem beſtändig erneuerten Reitze, dem Sauerſtoffe ver⸗ ſehen wird, womit ſie die Gefäße zur ununterbrochenen Thä⸗ tigkeit ſpornt, ohne welche alles Leben geſchwinder oder langſamer aufhört.

Die eigenthümliche Wärme der Thiere iſt in einem gleichen Verhältniſſe mit der Maſſe der Luft, die ſie in einem beſtimmten Zeitraume einathmen und zerſetzen. Daher rührt der Unterſchied der warm⸗ und kaltblütigen Thiere, und der geſchwindere oder langſamere Umtrieb der Säfte in ihren Gefäßen. Auch die Pflanzen haben in ihrem Innern eine eigenthümliche, von der äußern unabhangige Wärme, die nothwendig von denſelben Ur⸗ ſachen herrühren muß.

Die Zerſetzung der atmoſphäriſchen Luft im Innern der organiſchen Körper bewirkt nicht bloß allein die Erwärmung der⸗ ſelben, ſondern ſie verleiht auch noch der in den Gefäßen befind⸗ lichen Flüſſigkeit, die reitzende Eigenſchaft, wodurch die beſtän⸗ dig wiederhohlte Zuſammenziehung der Gefäße, und dadurch der Umtrieb der Säfte bewirkt wird.

10. Aeußere Wärme iſt zum Leben ebenfalls noth⸗ wendig. Sie trägt zwar nichts zur Vermehrung der Ma⸗

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