XIV
müdete, faſt die Haͤlfte der Zeit von allem anderen, nur nicht von Landwirthſchaft reden zu hören, und ich überzeugte mich, daß ich durch eine geringe Erwei⸗ terung der Agronomie leicht den größten Theil der che— miſchen Kenntniſſe, die dem Landwirthe vorzüglich nö⸗ thig ſind, einſchalten könne. Zudem hat der akademi⸗ ſche Lehrer der Landwirthſchaft ja doch größtentheils nur ſolche Zuhörer, denen die Grundbegriffe der Phyſik und Chemie nicht unbekannt ſind, denen eine geringe Andeutung zur Verſtändigung des Geſagten genügt, und eine volle Wiederhohlung des ſchon Gehörten über⸗ flüſſig und zeitraubend iſt. Thaers Grundſätze der rationellen Landwirthſchaft, die bald darauf er⸗ ſchienen, und von denen ich glaubte, daß ſie mich einer großen Arbeit entheben würden, laſſen zwar alles zurück, was bis dahin in Deutſchland ſowohl als anderswo erſchien. Es enthält dies Buch unſer derma⸗ liges geſammtes Wiſſen über dieſen Gegenſtand in einer ſyſtematiſchen Ordnung und in einem klaren Vortrage; es iſt ein Schatz für den praktiſchen Landwirth, ſo wie für den Lehrer des Ackerbaues; allein es iſt nicht geeignet zu einem Lehrbuche, weil ihm die aphoriſti⸗ ſche Form mangelt, weil es zu weitſchichtig iſt, zu ſehr allenthalben in das Detail geht, und wohl auch mehr nur für das nördliche Deutſchland berechnet iſt. Ich glaube in dem gegenwärtigen Lehrbuche die meiſten Fehler, die in den übrigen vorkommen, ver⸗ mieden zu haben. Es ſoll die allgemeinen Grund⸗ ſätze der Landwirthſchaft enthalten, das Ergebniß aller Erfahrung in allen Ländern, mit beſonderer Rückſicht
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