Teil eines Werkes 
Erster Band (1819) Lehrbuch der Landwirthschaft. Erster Band
Entstehung
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XIII

Phyſiolog wird daher immer ein ſehr mangelhaftes Lehrbuch der Landwirthſchaft verfaſſen, wenn er ſie nicht ſelbſt in ihrer Ausübung und in ihren kleinſten Zweigen kennt: und weil es nur ſelten iſt, daß der praktiſche Landwirth hinlängliche Ausbildung in den Hülfswiſſenſchaften hat, und der gelehrte Landwirth die praktiſche Wirthſchaft mehr nur aus Büchern und Nachfragen, als aus eigener Anſicht, und deßwe⸗ gen nur unvollkommen und einſeitig kennt: ſo müſſen wir dieſen Umſtänden die Mängel unſerer Lehrbücher vorzüglich zuſchreiben, die entweder nur praktiſche Anleitungen zur Wirthſchaft, oder mit gelehrtem Schmucke überladene, in ſich aber mit mangelhaf⸗ ten, ſchiefen und unrichtigen Behauptungen erfüllte Werke ſind.

Ich lehre ſeit zehn Jahren die Landwirthſchaft, und habe den Mangel eines zweckmäßigen Lehrbuches vorzüglich in den erſteren Jahren lebhaft gefühlt. Weil keines der vorhandenen Lehrbücher den Forderungen entſprach, die ich an ein ſolches machte: ſo entwarf ich mir ſogleich ſelbſt einen neuen Leitfaden, und begann meinen Vortrag mit Vorleſungen über Chemie und Phy⸗ ſiologie, um alle, wie mich däuchte, nothwendigen Vorbegriffe zuvor zu erklären, ehe ich zur Hauptſache ſelbſt überginge. Allein ich wich bald wieder davon ab; denn ich fand, daß ich zu viele Zeit für die Hülfswiſſenſchaften verbrauchte und daß mir zu wenig davon für die Lehre ſelbſt, die ich vortragen wollte, übrig blieb: auch fühlte ich, daß es meine Zuhörer er⸗