IV wiſſenſchaftliche Bildung erhalten, und den Grund
des Verfahrens nicht einſieht, dem bleibt aber nichts
übrig als nachzuahmen. Bei der zweiten Art lernt man erſt die Grund⸗
ſätze der Landwirthſchaft, die in naturwiſſenſchaftlichen Kenntniſſen beſtehen, und errichtet aus dieſen ein Ge⸗ bäude von Schlußfolgen und Lehrſätzen, die nicht ſo⸗ wohl beſtimmt ſind die natürlichen Erſcheinungen in der Landwirthſchaft zu erklären, ſondern auch das zweckmäßigſte Verfahren für die mancherlei Verſchie⸗ denheiten der Lage anzugeben. Sie iſt rein wiſſen⸗ ſchaftlich und allgemein. Dadurch wird ſie zwar nicht einſeitig; denn all unſer Beſtreben iſt dahin gerichtet, den Grund der Erſcheinungen einzuſehen und Regeln für die Erziehung der Pflanzen und Thiere davon ab⸗ zuleiten; aber minder brauchbar für den Bedarf der Meiſten iſt dieſe Lehrart, da der Menſch in einer Er⸗ fahrungswiſſenſchaft nicht ſowohl die allgemeine Re⸗ gel, als auch das beſondere Verfahren in der Befol⸗ gung dieſer Regel kennen lernen will.
Die dritte Art, wobei die Herleitung der allge⸗ meinen Lehrſätze der Landwirthſchaft gezeigt, und ihre Anwendung auf die einzelnen Fälle nachgewieſen, und durch die allgemeine Praxis ſowohl als durch be⸗ ſondere Beobachtungen und eigens zu dieſem Behufe angeſtellte Verſuche erläutert wird, hat unſtreitig die größten Vortheile, weil ſie die Richtigkeit der Lehr⸗ ſätze beſtätiget, und ſie ſelbſt anſchaulich macht.
Der empiriſche Unterricht iſt handwerksmäßig, die beiden letztern ſind wiſſenſchaftlich.
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