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liegt, ofters unvermeidlich nothwendig, ſo daß es, z. B. beym Schlagfluß, dem Taumeln und den meiſten hitzigen Krankheiten, und zuweilen auch bey trächtigen Mutterſchafen, ein unumgänglich nothwendiges Hülfsmittel abgibt, das aber auf jeden Fall nur mit großer Üüberlegung: und Vorſicht anzuwenden iſt. Iſt z. B. ein hoch⸗ traͤchtiges Mutterſchaf ſehr vollblütig, ſo dringt nicht ſelten das Blut zu heftig an die Gefäße der Gebärmutter, und verurſacht die Ablöſung der Placenta, worauf das Schaf verlammt. In dieſem Fall iſt ein Aderlaß, jedoch mit großer Vorſicht, anzuwenden; denn würde das Schaf zu ſehr geſchwächt werden, ſo liefert es nicht
genug Blut zur Ernährung des Fötus, die Placenta löſet ſich
dann von dem Grunde der Gebärmutter los, und das Lamm wird vor ſeiner gehörigen Ausbildung geboren.
Man muß daher beym Aderlaſſen, nächſt der Krankheit, die Leibes⸗Conſtitution, den übrigen Geſundheitszuſtand ꝛc. berück⸗ ſichtigen, und darnach ſeine Aderläſſe, ſtaͤrker oder ſchwächer, ein⸗ richten.— Wenn bey der Kinnlade zur Ader gelaſſen wird, ſo muß man vorſichtig ſeyn, damit die Speichelgänge nicht verletzt werden,
2. Bähungen ſind flüſſige Arzneyen. Nach dem Krank⸗ heitszuſtande feuchtet man Leinwand in kalte oder erwärmte flüſſige Arzneyen ein, und legt ſolche auf den ſchadhaften Theil.
3. Breyumſchläge. Die Arzneyen werden in Waſſer, Wein, Miſch oder Bier ꝛc. zur Form eines Breyes gekocht, in Leinwand eingeſchlagen, und auf den ſchadhaften Theil gelegt. 4. Dampfbäder ſind flüſſige Heilmittel, deren warme Dämpfe auf den kranken Theil des Körpers zu leiten ſind, wäh⸗ rend man ſolche unter den kranken Theil des thieriſchen Körpers ſtellt, und das Thier mit einer Decke überhängt, daß der warme Dunſt eingeſchloſſen bleibt.
5. Eingüſſe beſtehen aus abgeſottenen, aufgegoſſenen, oder auch bloß in Flüſſigkeiten aufgelöſten Medicamenten, welche, wenn ſie das Thier nicht ſelbſt trinkt, demſelben eingegoſſen werden.
6. Einſpritzungen werden beſonders bey Wunden an⸗
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