XVIII
größern und kleinern Warzen beſetzt iſt, aus denen ſich ein ſchleimartiger Saft abſondert, welcher die Oberfläche der Zunge immer feucht erhält, und zum Schmecken nöthig iſt. Die Oberhaut iſt bey den Schafen insbeſondere feſt und dicht, und mit einer großen Menge zugeſpitzter, nach rückwärts ſte⸗ hender Wärzchen beſetzt, welche vorzüglich zum Abrupfen der Grashalme zu dienen ſcheinen.
Den Puls unterſucht man bey den Schafen am Schlag des Herzens, indem man beyde Hände hinter den Schultern zu beyden Seiten an den Bruſtkorb nach vor⸗ und abwärts legt, und fühlt, ob der Schlag des Herzens nicht, oder nur an der linken, oder auch an der rechten Seite fühl⸗ bar ſey; ob er der Zahl nach mehr beſchleuniget oder ver⸗ mindert ſey; ob er der Zeit und Stärke nach gleich oder un⸗ gleich ſich ausnehme, oder ſelbſt ausſetze.
Bey geſunden Schafen kann man den Schlag des Her⸗ zens nicht ausnehmen; je deutlicher man ihn an der linken Seite ausnimmt, deſto geſchwächter iſt der Zuſtand, und die hohe Anzahl beſtimmt den Grad des Fiebers.— Zu bey⸗ den Seiten des Bruſtkorbes fühlbare Schläge des Herzens zeigen einen ſehr hohen Grad des Krankheitszuſtandes an; ein ungleich ſich ausnehmender zeigt große Gefahr, und ein ausſetzender den baldigen Tod an.
Die Haut des Schafes iſt auch ein würdiger Ge⸗ genſtand unſerer vorzüglichen Aufmerſamkeit; denn nicht nur, daß ſie die ganze thieriſche Maſchine bekleidet, und ſie gegen
die etwaigen übeln Einwirkungen der Atmosphäre ſchützet, ſondern ſie iſt auch von der Natur beſtimmt, gewiſſe Mate⸗ rien, die dem Körper ſchädlich werden könnten, auszufüh⸗ ren, dagegen andere ihm gedeihliche atmosphäriſche Stoffe einzuſaugen, und dem Körper zuzuführen; weßhalb ſie
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