Teil eines Werkes 
Zweyter Theil, erste Abtheilung (1825)
Entstehung
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dieſe alſo ſehr ſorgfaltig und vergleichend mit der Wolle der Me⸗ rinos an, die noch ihren natürlichen Schweiß hatte, und zwar von geſunden, kranken, und an Fäulniß geſtorbenen Thieren. Erſt behandelte er jede Sorte allein, dann mit einander, und auch noch mit einer ſchlechten aus der Picardie gemiſcht, die ſich noch auf dem Felle befand, und ſchon durch Kalk verändert war.

666. Zum Waſchen und Einfetten, womit er ſeine ver gleichenden Verſuche begann, wandte er den Schweiß ſelbſt, die Seife, ätzende Pottaſche, warmes und kochendes Waſſer, und die Seife aus Flandern an. Unter dieſen wirkte die Seife, und be⸗ ſonders die flandriſche, am beſten und vollkommenſten. Letztere gab der Wolle einen ſolchen Grad von Weiße, als man durch andere Mittel ſchwerlich erreichen kann. 3, des Gewichtes der Wolle, in heißem Waſſer aufgelöſet, iſt hinlänglich. Aber das Bad darf nicht über 60 Grad Reaumur erhitzt werden, und die Wolle darf nur eine Viertelſtunde darin bleiben; denn in kochendem Waſſer lei det ſie ſchnell eine Veränderung.

667. Mit ihrem Schweiße geſponnene Wolle wurde durch das Waſchen vollkommen weiß, wäh⸗ rend die vor dem Spinnenentfettete einen ſchmu⸗ tzigen, gelblichen Stich behielt.

668. Dieſe Erfahrung gab bey erſterer, und auf mannigfaltige Art abgeänderter Wiederhoh⸗ lung jederzeit dasſelbe Reſultat.

Dadurch beſtätigte ſich alſo die, in den Werkſtätten allge⸗ mein angenommene Meinung, daß eine anfangs ſchlecht gewaſchene Wolle nicht mehr gereinigt, und auch nachher nicht echt gefärbt werden könne. Der Ver⸗ faſſer leitet dieß von einer fernern Oxydation der färbenden Fett⸗ materie ab, wodurch ſie ihre Auflöslichkeit verliere*).

*) Eine dahin Bezug habende Entdeckung habe ich beym Waſchen mit einer ſehr bedeutenden Partie von Wolle gemacht, als man

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