Teil eines Werkes 
Zweyter Theil, erste Abtheilung (1825)
Entstehung
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347 669. Es iſt alſo vortheilhaft, der Wolle ihren naturlichen Schweiß zu laſſen. Denn 1) erſpart der Eigenthümer dadurch eine Arbeit, die er nie vollkommen verrichtet; ²) ſchützt der Schweiß gegen Inſecten, und 5) können alsdann die Künſtler, welche die Wolle weiß verarbeiten, ihr den höchſt möglichen Grad von Rein⸗ heit und Glanz geben, den eine ſchon gewaſchene Wolle nie er langt. Auch durch gasförmige und flüſſige ſchweflichte Säure war dieß dem Verfaſſer bey einer ſolchen Wolle unmöglich zu bewirken. 670. Die gelben Stellen unter dem Bauche und unter den Schenkeln der Thiere verſuchte der Verfaſſer vergebens durch Al⸗ kohol, lebendigen Kalk und ätzende Alkalien fortzuſchaffen. Es ſcheint daher, daß der hier angehäufte Schweiß durch Einwirkung der Luft eine zu innige Verbindung eingegangen ſey, die ſich nicht ohne Zerſtörung des Gewebes aufheben läßt.

671. Ein ſehr wichtiger Punct, den Roard durch ſeine Un⸗ terſuchungen über den Schweiß ausmittelte, war der, daß die Wolle von geſunden Merinos doppelt ſo viel enthielt, als die von kranken und todten Thieren*). Auch beym Verbrennen des in einer porzellanenen Schale zum Trocknen gedampften Schwei ßes in einem Plaͤtirtiegel zeigte ſich in der Quantität derſelbe Un⸗ terſchied. Bey den kranken und todten Thieren blieb ſie ſich ziem lich gleich.

Der Schweiß ſtehet alſo mit dem Geſundheitszuſtande und mit der Beſchaffenheit der Wolle im genaueſten Verhältniß, und dieß darf uns nicht wundern, indem eine ſo kräftige und verwi

bey einer Hitze von 55 60 Graden nach Reaumur im warmen Fettwaſſer, ohne mit friſchem zu wechſeln, zu oft die Wolle ge⸗ badet hatte, wodurch ſich endlich in dem braunen Schweiß⸗ oder Waſchwaſſer ein Färbeſtoff durch den zu oft wiederhohlten Ge⸗ brauch entwickelte, welcher der Wolle eine innige bräunliche Farbe mittheilte, die ſogar mit Pottaſche nicht mehr herauszubringen war.

*) Aufmerkſame Schafzüchtler waren durch Beobachtungen ſchon lange auf dieſe Thatſache geführt worden.