Teil eines Werkes 
Erster Theil (1785)
Entstehung
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220 Erſte Abhandlung.

chen der Kaͤlte auf den Bergen. Die phlogiſtiſirte Luft erhitzt ſich weit weniger als die reine, wie aus Craw⸗ ford's ſinnreichen Beobachtungen erhellet; Erſtere aber ſindet ſich in Menge, hingegen dephlogiſtiſirte, welche ſich am ſtaͤrkſten erhitzt, ſehr ſelten. Sollte nicht viel⸗ leicht auch dieſerwegen die dephlogiſtiſirte Luft, welche die Pflanzen im Sommer ſo uͤberfluͤßig ausſtoßen, als eine von den Urſachen der Hitze im Sommer ange⸗ ſehen werden muͤſſen? Die Menge dieſer reinen, durch Vegetation entwickelten, Luft, die wahrſcheinlich in ge dachter Jahrszeit in der Atmosphaͤre noch mehr ange⸗ haͤuft iſt, verſetzt Leztere in den Zuſtand, daß ſie einen hoͤhern Grad der Hitze anzunehmen faͤhig wird, als wenn nurgedachte Luftgattung darin in mindrer Quantitaͤt vor⸗ handen iſt. Waͤren die Eudiometer vollkommner und ließen ſich, mittelſt ihrer, die Unterſchiede, die zwiſchen zweien zu verſchiedenen Zeiten gegebenen Luftgattungen ſtatt finden koͤnnen, genauer beſtimmen; ſo wuͤrden meine Muthmaaßungen ſich entweder verificiren oder ver⸗ nichten laſſen. Mir ſcheints, die Witterungslehre, dieſe mit allen Zweigen der Naturlehre zuſammenhaͤngende Wiſſenſchaft, verbinde ſich mit den Entdeckungen, die ich in der Geſchichte der Vegetation gemacht habe. Mich duͤnkt, die metcorologiſchen Erſcheinungen muͤſſen dem Einfluße der Vermiſchung, die zwiſchen der von den Pflanzen ausgeſtoßenen reinen Luft und den phlogiſtiſchen Materien,(welch. drei Viertel von unſrer Atmosphaͤre ausmachen,) vorgeht, unterworfen ſeyn. Es koͤnnte kein beſtaͤndiger und reichlicher Niederſchlag von firer Luft in der Atmosphaͤre erfolgen, ohne eine Revolution und dieſe muß aufhoͤren, ſo bald der Niederſchlag unterbleibt; ſo wuͤrde auch ein beſtaͤndiges und ſtarkes Verſchlucken dieſer fixen Luft irgendwo nicht ſtatt finden koͤnnen, ohne dabei beſondere Erſcheinungen wahrzunehmen. Gibt es ſonach beſondere Thatſachen, die man unter dieſen Umſtaͤnden beobachtet; ſo muß man einraͤumen, daß ſie, entweder im Ganzen oder zum Theil, aus dieſen Umſtaͤnden entſpringen koͤnnen. Lam⸗

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