— 73 n Stan Aber auch ſelbſt der richtenden Gewalt iſt die Staats⸗ ts vl⸗ wirthſchaft keinesweges fremd. Liegt die letztere, wie ich ge— u Inge⸗ zeigt zu haben vermeine, mit in der geſetzgebenden, und ds heiſt giebt dieſe zu dem erwaͤhnten Zwecke poſitive Verordnungen; ſe ufit ſo verſtehet es ſich ſchon von ſelbſt, daß die rechtſprechende in den Gewalt ſchuldig iſt, in Gefolg dieſer poſitiven Geſetze ihre c ſein Erkenntniſſe einzurichten. Aber geſetzt auch, die geſetzge— tdaher bende Gewalt habe in einem Staate gar keine poſitive Ge⸗ wütth⸗ ſetze jener Art gegeben; ſo moͤchte ich dennoch behaupten, imlic daß Staatswirthſchaft keinesweges außerhalb den Grenzen nebär⸗ der richtenden Gewalt liege. Der dagegen gemachte Ein⸗ läica wand, daß die letztere dem Staatsbuͤrger nur das Seine tvoll zuzuerkennen ſchuldig ſey, iſt zwar allerdings ſcheinbar, kennbar aber auch nur ſcheinbar. Denn dieſes Seine des Un⸗ nomie. terthanen kann, wie ich oben gezeigt zu haben vermeine, Otaate nach Rechtsprincipien nie etwas ganz und gar Unbedingtes alt Ge⸗ ſeyn, ſondern jeder Unterthan hat es mit der Einſchraͤnkung hyſiſche, erhalten, wenn es kein Hinderniß wird, daß die uͤbrigen erreicht Unterthanen zu einem hoͤhern Grade vom phyſiſchen Wohl⸗ werden ſtand gelangen koͤnnen. le Ge⸗. vntt Um meine Ideen hieruͤber ſo viel als moͤglich fuͤr Miß— wil, deutungen zu bewahren, erlaube man mir folgendes Beyſpiel. Die Zehntpflichtigen einer Jeldmark ſollen einnral in einen 4 Lande, worin uͤber dieſe Angelegenheit gar keine poſi⸗ in de tive Geſetze vorhanden ſind, gegen einen Zehntherrn klagend duttien, 1 auftreten, und nicht blos behaupten, ſondern auch vollkom⸗ miſe men erweiſen— das ſetze ich hier unnachlaͤſſig zum vor⸗ ach uch d aus— daß, wenn jener Zehnte ferner auf die bisher ge⸗ nGiſtze wohnte Art gezogen werden ſollte; ſo wuͤrde es ihnen Allen voͤllig unmoͤglich werden, zu dem Grade vom phyſiſchen 1
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