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Freilich wenn man die blos ethiſche Pflicht: ſtrebe darnach, um ſowohl deinen Geiſt als deinen Koͤr⸗ per zu dem hoͤchſtmoͤglichen Grade von Vollkom⸗ menheit zu bringen, zu einer Rechtspflicht erheben und irgend Jemand, er heiße Staatsoberhaupt oder Mitbuͤrger, gegenuͤber ſtellen wollte, der die Erfuͤllung dieſer Pflicht als ein Recht zu erzwingen die Befugniß haben ſollte, dann wuͤr⸗ de allerdings das hoͤchſte menſchliche Gut, die Freiheit, in unvermeidliche Kolliſionen mit jenem Zwangsrechte kommen, dann wuͤrde ſie in dem naͤmlichen Augenblicke aufhoͤren, und das Princip ſeine Quelle, naͤmlich hoͤhere Moralitaͤt;, ver⸗ laͤugnen. Aber gebietet das Geſetz blos: verhindere Nie⸗ manden in dem Beſtreben nach einer groͤßern Vollkommenheit, macht es nur dieſes zu einer rechtlichen erzwingbaren Pflicht; ſo finde ich bis dahin keinen Grund, warum es mit der Frei⸗ heit unvertraͤglich ſeyn ſollte. Denn das Streben nach einer groͤßern Vollkommenheit, das kann mit der Freiheit von Je⸗ dermann nach einem allgemeinen Geſetze zuſammen beſtehen. Derjenige, welcher Jemand daran hinderte, wuͤrde alſo dieſem unrecht thun, und desfalls ſich nicht mit Grunde beklagen koͤnnen, daß ſeine Freiheit eingeſchraͤnkt werde, wenn man ihn noͤthigte, jene Verhinderung zu unter⸗ laſſen.
Alſo das Princip der National⸗Oekonomie ſchließt al⸗ lerdings ein Zwangsrecht in ſich. Wollte man das Gegen⸗ theil hiervon annehmen; ſo wuͤrden die Geſetze derſelben blos Moralgeſetze ſeyn, welche nie erzwungen werden koͤnnten. Und ſoll anders— wohin doch im Ganzen die Idee des Ver⸗ faſſers zu gehen ſcheint— die Staatswirthſchaftskunde, die auf einen gegebenen Staat angewandte National⸗Oekonomie⸗
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