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ſo wuͤrde jener vermeinte Imperativ der Sache nach ge⸗
bieten: Suche es zu befoͤrdern, daß ein jeder einzelner Menſch dasjenige erreiche, worin er ſeine Gluͤckſeligkeit ſetzt. Auf den erſten Blick muß es aber Jeder, welcher uͤber die Sa— che nachdenkt, finden, daß eine ſolche Maxime unter keiner Bedingung zu einem cathegoriſchen Imperative, zu einem allgemeinen Geſetze erhoben werden duͤrfe, ja daß, wenn es
geſchahe, alle Moral und alles Recht dadurch ganz und gar
zertruͤmmert werden wuͤrde. Denn auf dieſe Art muͤßte es ethiſche und rechtliche Pflicht ſeyn, dem Spieler ſeinen Ge— winn, dem Wolluͤſtling die Befriedigung ſeiner Leidenſchaft, dem Faulenzer ſeine arbeitsloſen Tage, dem Naͤuber ſeinen Raub u. ſ. w. wo immer moͤglich zu verſchaffen, weil alle dieſe Menſchen in der Befriedigung dieſer eben ſo unmorali— ſchen als rechtswidrigen Leidenſchaften den hoͤchſten Grad ihrer Gluͤckſeligkeit ſetzen, und weil es mir unmoͤglich zu ſeyn ſcheint, von Jemanden, welcher allen Laſtern und rechtswidrigen Hand⸗ lungen der Menſchen, worin dieſe ihre Gluͤckſeligkeit ſetzen, entgegen arbeitet, mit Grunde behaupten zu koͤnnen: er be⸗ muͤhe ſich, allgemeine Gluͤckſeligkeit in der Welt zu verbreiten; da er in Wahrheit der allgemeinen Gluͤckſelig⸗ keit geradezu entgegen arbeitet, und hoͤchſtens die Gluͤckſelig— keit der immer ſehr duͤnn geſaͤeten tugendhaften und rechtlich handelnden Menſchen durch ſein Benehmen befoͤrdert. Es duͤrfte daher vollkommen klar ſeyn, die Marime:
verbreite allgemeine Gluͤckſeligkeit unter den Menſchen,
oder auch: verhindere Niemanden an der Befriedigung deſſen, was er fuͤr ſeine Gluͤckſeligkeit haͤlt,
kann unmoͤglich weder als ein ethiſches noch als ein rechtliches
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