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9 erreichen. Nein, meine Abſicht gehet blos dahin: alle Staatsoberhaͤupter ſollten das vollkommne Recht haben, ſol— che Vorkehrungen zu treffen, daß unbedingt jeder Unterthan einen freien Spielraum habe, und ein unbegrenztes offenes Feld vorfinde, worauf er ſeine Thaͤtigkeit— in ſo fern ſie nicht rechtswidrig iſt— ausuͤben koͤnne, um durch dieſe, alſo durch ſich ſelbſt, zu dem hoͤchſtmoͤglichſten Grade von Wohlſtand zu gelangen. Dieſer Zweck iſt gewiß weſentlich von jenem unterſchieden, ohngeachtet ſes ſehr wohl moͤglich ſeyn kann, daß ſelbſt dieſer letzterwaͤhnte Zweck, der nur zu leicht um ſich greifenden Willkuͤhr einen Vorwand leihe, um widerrechtlichen Maßregeln einen Anſctrich von Rechtlichkeit zu geben.
2) Meine Abſicht iſt nicht dahin gerichtet, dem Staats— oberhaupte die Pflicht aufzubuͤrden— folglich ihm auch kein Recht einzuraͤumen— fuͤr die Exiſtenz oder Subſiſtenz irgend eines Unterthanen, oder, wie ſich Fichte in ſeinem geſchloßnen Handelsſtaate ausdruͤckt, fuͤr das Nebenein— anderbeſtehen der Menſchen im Staate direet zu ſorgen. Denn wenn wir uns die Menſchen außerhalb eines Staats, obgleich ſaͤmmtlich mit dem rechtlichen Vorhaben beſeelt, ei⸗ nen Staat begruͤnden zu wollen, vorſtellen; ſo duͤrfte es ſchwer ſeyn, einen cathegoriſchen Imperativ zu ſinden, wel⸗ cher es dem Menſchen als eine rechtliche Pflicht auflegte, fuͤr die Exiſtenz und Subſiſtenz ſeines Nebenmenſchen— von Verhaͤltniſſen, worin Eltern gegen ihre Kinder, oder Ehegat— ten gegen einander ſtehen, und von Menſchen im Staate, welche unvermoͤgend ſind, ihren Unterhalt zu erwerben, rede ich hier nicht— Sorge zu tragen, oder das Nebeneinander⸗ beſtehen mehrerer Menſchen zu bewirken. Nein, jeder einzel— ne Menſch iſt ſchuldig, fuͤr ſeine Exiſtenz, fuͤr ſein Beſtehen


