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dieſen aͤußern Zwang egen irgend Jemand anwenden, denn nur ein inneres ethiſcher Geſetz legt uns allen die moraliſche Pflicht auf, unſer phyſiſces Wohlſeyn zu vermehren, weil wir ohne dieſes nicht im Stande ſind, unſer Ich zu dem Grade von Vollkommenheit zu bringen, zu welchem wir es billig bringen ſollten. Dagegen habe ich aber
2) das vollkommne Recht, pon allen meinen Neben⸗ menſchen zu fordern, daß ſie mir keide Hinder niſſe in den Weg legen, um mein phyſiſches Wohiſeyn zu einem hoͤ— hern Grade von Vollkommenheit zu bringen, weil dieſes zu⸗ gleich ein Hinderniß ſeyn wuͤrde, um mein Ich zu vervoll⸗ kommnen, und mir liegt aus eben dem Grunde die rechtliche Schuldigkeit ob, Niemanden eiwas in den Weg zu legen, welches die Vermehrung ſeines phyſiſchen Wohlſtandes hin— dern oder unmoͤglich machen koͤnnte.
Wie außerhalb oder vor der Errichtung eines Staats die Angelegenheit der Menſchen in Ruͤckſicht ihres phyſiſchen Wohlſeyns proviſoriſch rechtlich, meinen Ideen nach, aus⸗ ſehe, das erhellet aus dem bisher Geſagten. Da nun alle Staatsgewalten ihrer innern Natur nach ihre Rechtlich— keit blos dem ſtillſchweigenden oder ausdruͤcklichen Aner— kenntniß des National-Willens zu danken haben; ſo kann auch im Staate nichts mehr und nichts weniger pexemtoriſch Rechtens ſeyn, als was es ſchon vor der Exiſtenz des Staats proviſoriſch war. Hieraus folgt, wie es mir ſcheint:
1) der Staat darf unter keiner Bedingung irgend einen Menſchen durch Zwangsmittel noͤthigen, ſeinen phyſiſchen Wohlſtand zu vermehren, oder auch nur ſeinen Unterhalt zu
erwerben. Denn hierzu irgend Jemanden zu zwingen, dazu
hatte weder ein Einzelner noch die Geſammtheit der Men— ſchen vor Errichtung eines Staats ein Recht. Sie konnte


