Menſchheit zerruͤtten. Ein ſolcher Zuſtand koͤnnte mit der Freiheit von Jedermann nach einem allgemeinen Geſetze un— moͤglich zuſammen beſtehen. Jeder handelt alſo gewiß un— recht, welcher ſeinen Nelenmenſchen hindert, daß er ſich vervollkommne. Jener Inperativ, in ſo fern er nicht blos ethiſch, ſondernauch rechtlich iſt, heißt alſo nunmehr:
Hindere Niemanden in dem Streben und in den Fort⸗
ſchritten zur Vollkommenhät.
Der Satz: ohne die Befoͤrderung des moglichſt groͤßten phyſiſchen Wohlſtandes der Menſchheit, iſt's nicht moͤglich, die groͤßte Vervollkommnung, den wahren Adel derſelben hervorzubringen, jede Abnahme des phy⸗ ſiſchen Wohlſtandes der Menſchin iſt auch zugleich ein Hinderniß ihrer Vervollkommnung, kann zwar keiner Bezweifelung unterworfen ſeyn, aber er iſt unverkennbar zur empiriſch und kann blos durch Erfahrung gefunden wer⸗ da. Ob er nun um deswillen hier verwerflich ſey? das ver— ma ich— weil ich viel zu wenig Philoſoph bin— nicht zu burtheilen. Faſt ſcheint es mir aber, daß er aus dieſem Grune nicht verwerflich ſeyn koͤnne, weil mir auch der
Satz: ohne Feſthaltung der Vertraͤge kann eine menſchliche
Geſellſcaft gar nicht beſtehen, in eben dem Maße blos
empiriſch und dennoch zur Aufrechthaltung des categoriſchen
Imperatin: erfuͤlle alle Vertraͤge, unentbehrlich iſt. Nehmeich nun dieſen zuletzt erwaͤhnten Lehrſatz als wahr
und als einn ſolchen, der hier zu einer Demonſtration taug⸗
lich iſt, an; ſo duͤrfte aus dem bisher Geſagten ſolgen: 1) Nienand in der Welt hat das Recht, mich durch
aͤußern Zwang zu noͤthigen, daß ich meinen phyſiſchen Wohl⸗
ſtand vermehren ſolle, und ich darf unter keiner Bedingung
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