V V 475 V
em ge ſchrieee gemacht. Noch fehlt es hier beynahe allenthalben an n R⸗ einem dem Zeitgeiſte entſprechenden Kodex. theils 1— G dects.. 375* umnd. Die buͤrgerliche Geſezgebung iſt der Schuzgeiſt des durch V Eigenthums, ſo wie der freye Genuß des Eigenthums, der an.„ Zweck der Nazional⸗Oekonomie. Krft Von dieſer Wahrheit haͤtten, ſo ſollte man glauben, alle Staatsverwaltungen ergriſſen werden, es haͤtte alſo ihre ſie Tendenz dahin gehen ſollen, dieſem Schuze die hoͤchſte moͤg⸗ d liche Energie zu geben. Von ihr waren ſelbſt diejenigen wilden nie Voͤlkerſchaften durchdrungen, welche bey einfacheren Sitten, 1 den groͤßten Werth der Juſtiz, in der ſchleunigen Mitthei⸗ zäntt⸗ lung des Schuzes ſuchten, und dieſer Eile ſelbſt die ſtrenge nige Gerechtigkeit, die aͤngſtliche. Abwaͤgung der Eigenthums⸗ 15. rechte, opfern zu muͤſſen glaubten. e) d Man muß uͤber jene Vernachlaͤßigung um ſo mehr erſtau⸗ geit nen, wenn man dieſes allgemeine tiefe Gefuͤhl der Fluͤchtig⸗ bate keit des menſchlichen Daſeyns uͤberhaupt, und noch cbt weit mehr der Spanne der Genußzeit betrachtet; dieſen dinn daher ruͤhrenden Heißhungernach a ugenb lickt iche m Genuß, dem der Menſch alles unterordnet, ſelbſt die glaͤnzendſten Aus⸗ Ba ſichten der Zukunſt; kraft deſſen er ſich ſtets an das Gegen⸗ waͤrtige haͤlt, und das Zukuͤnftige, bey der ihn auf allen verr Seiten umgebenden Wandelbarkeit aller irdiſchen Dinge, als nigen etwas ihm beynahe fremdes betrachtet. vo Ein tieferer pſychologiſcher Blick haͤtte alſo die Geſezge⸗ 5 Bu bung belehren ſollen, daß Beſtimmtheit fuͤr den Men⸗ 7 am. ſchen den hoͤchſten Werth beſize; daß er alſo auch die widrigſte augenblickliche Entſcheidung jenem Halbdunkel vorzieht, in welches der ſchwerfaͤllige Gang der prozeſſualiſchen Formen hethet ſein Schickſal huͤllt, und daß ein Gluͤck, das er Jahre in ewi— gelloen gem Schwanken zwiſchen Furcht und Hoffen erſehnte, oft dann er Folt ſchon aufgehoͤrt hat, fuͤr ihn ein Gluͤck zu ſeyn, wenn er es endlich erringt. „


