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Vierter Band (1810) Lehrbuch der Nazional-Oekonomie / von Julius Gr. v. Soden
Entstehung
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nehmungen, tuͤckiſche Plaͤne werden in der freudenloſen Stille gebruͤtet.

5 555. 8.

Bey den Athenienſern zahlte der Staatsbuͤrger eine Obole,

um dem oͤffentlichen Schauſpiele beyzuwohnen. Die Sorge

der Roͤmer fuͤr die Volksfeſte iſt bekannt. Zu unſern Zeiten ſind ſie großentheils dem Staatsbuͤrger uͤberlaſſen. Nur der Reiche kann daran Theil nehmen; alſo gerade derjenige, der eigne Mittel zur Geiſtes⸗ und Sittenbildung beſizt, und jene am leichteſten zu entbehren vermag. Der Aermere iſt davon ausgeſchloſſen. Es fehlt ihm an dieſen Mitteln, ſelbſt ſein Nahrungserwerb entfernt ihn von der Gelegenheit, Politur der Sitten und Geiſtesbildung zu erlangen. Dem denkenden Menſchenfreunde wird es alſo immer raͤthſelhaft bleiben, wie die Staatsverwaltungen die Wahrheit zu verkennen ver⸗ mochten: daß oͤffentliche Schauſpiele die Sorge der Regierung ſind. 566.

Noch hat es der neuern Kammeraliſtik bey irgend einem wahren oder unterſtellten Staatsbeduͤrfniſſe weder an Titeln noch an Formen gefehlt, die Privatkaſſen der Staatsbuͤrger in die oͤffentliche zu leiten. Nur fuͤr die Buͤhnen, deren Erhaltung auf Koſten des Staats, als ein nothwen⸗ diger Staatsaufwand von den weiſeſten und groͤßten aller Voͤlker anerkannt worden iſt, hat es ihr ſelten gelingen wollen, einen Fonds aufzuſpuͤren. Und doch zwuͤrde wohl keine Auflage williger bezahlt werden als dieſe; beynahe die einzige, welche dem Staatsbuͤrger unmittelbaren Lebensgenuß einbringt, deren Verwendung zu ſeinem Vortheil ihm ſtets lebendig gegen⸗ waͤrtig iſt, die auf mannigfaltige Weiſe wieder in ſeine eigene Kaſſe zuruͤck fließt, und Kuͤnſte und Gewerbe beſchaͤftigt.

. 567.

Am geſchaͤftigſten iſt die ſogenannte Staatspolizey in der Beſchraͤnkung der luxurioͤſen Konſumzion, in den Auf⸗ wandsgeſezen geweſen.

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