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verſchwinden; indeß wird ſtets das Verpachtungsſyſtem
der nazional oͤkonomiſtiſch organiſirten Auflagen dem Na⸗
zional⸗Oekonomie⸗Prinzip am gewiſſeſten zu ſagen, wenn die Staatsverwaltung dieſe Auflage an die Naßidn ſelbſt verpachtet.
Hat die Regierung ihren Bedarf ergräͤndet, hat ſie das beſteuerbare Nazionalvermoͤgen und den Staatsantheil daran, nach nazional⸗oͤkonomiſtiſchen Grundſaͤzen erforſcht, warum ſollte ſie, ſtatt die Nazion mit Zwangsgeſezen, mit inquiſitoriſchen Formen zu quaͤlen, ſtatt durch ein Heer von Konſumenten den Bedarf, alſo die Auflagen ſelbſt zu vermehren, nicht dieſen Bedarf der Nazion offen be⸗
kannt machen, ihr die Wahl laſſen, dieſen Bedarf entweder
nach dem Staatsantheil an jedem zur Konſumzion erſcheinen⸗ den Produkt, alſo Nazional⸗Oekonomiſtiſch, zu erheben, oder ihr ihn von Provinz zu Provinz, von Gemeinheit zu Gemeinheit in Maſſe ſo und in denjenigen Porzionen und Zeit⸗ raͤumen zu liefern, wie? und wann? ſie ihn bedarf. Allerdings iſt dieß nur in einer Nazional⸗Oekonomiſtiſch orga⸗ niſirten Staatsverfaſſung moͤglich; aber auch nur in die⸗ ſer ſind uͤberhaupt die Nazional⸗ Oekonomiegeſeze anwendbar.
Leer iſt die Beſorgniß, daß die Nazion ſich der Aufbrin⸗ gung dieſes Nazionalbedarfs widerſeze, oder daß ſie ohne Da⸗ zwiſchenkunft der Regierung ihn nicht zu erheben im Stande ſeyn werde. Muß denn die Nazion nicht dieſen Bedarf bey der Selbſtverwaltung dennoch aufbringen?
Erſpart ſie nicht dadurch die Erhebungskoſten, alſo einen bedeutenden Theil der Nazionalauflagen ſelbſt?
Wird ſie nicht um jeden Preis ſich die mit der Staats⸗ auflagenerhebung unerlaͤßlich verbundenen, die heiligſten Men⸗ ſchengefuͤhle verlezenden Formen und Hemmungen der freyen Produktifkraftanſtrengung abzukaufen geneigt ſeyn?
Die Provinzen, die Gemeinheiten werden dann dieſen Staatsbedarf durch ihre natuͤrliche Obrigkeiten unter ſich
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